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Mit diesen 6 Tipps vermeiden Sie Warenkorbabbrüche

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Egal ob großer oder kleiner Onlineshop – das Phänomen Warenkorbabbruch ist für viele Onlinehändler omnipräsent. Dabei kann der Abbruch des Kaufprozesses verschiedene Ursachen haben. Hierzu zählen beispielsweise technische Probleme, externe Preisvergleiche mit anderen Shops oder persönliche Shopping-Präferenzen. In unserem Beitrag zu Conversion-Boostern erfahren Sie bereits, wie Sie verschiedene Kundentypen richtig ansprechen, um die Conversion in Ihrem Shop zu optimieren. Nachfolgend zeigen wir Ihnen außerdem, welche Tipps Sie umsetzen können, um Warenkorbabbrüche in Ihrem Shop zu vermeiden.

1. Bieten Sie verschiedene Versanddienstleister an

Beachten Sie, dass verschiedene Kunden eigene Präferenzen in Bezug auf den Versanddienstleister mitbringen. Zum einen kann dies an den ganz persönlichen Erfahrungen Ihrer Kunden mit den Versanddienstleistern liegen. Zum anderen kann die Bevorzugung eines Paketdienstes auch durch die Nähe zum nächsten Paketshop beeinflusst werden, da dies nicht nur für die Paketabholung, sondern auch für die Abwicklung einer möglichen Retoure eine wichtige Rolle spielt. Mit der Anbindung verschiedener Versanddienstleister bieten Sie Ihren Kunden nicht nur mehr Flexibilität, Sie haben auch die Möglichkeit, durch die unterschiedlichen Konditionen der Anbieter Versandkosten zu sparen. Mehr zur optimalen Versandkostenkonfiguration erfahren Sie hier.

2. Locken Sie mit kostenlosem Versand & kostenfreien Retouren

Ein für viele Kunden ausschlaggebender Faktor kann der kostenlose Versand sein. Diesen müssen Sie nicht standardmäßig in Ihrem Shop anbieten, sondern können ihn auch aktionsgebunden oder erst ab einem ausgewiesenen Mindestbestellwert anbieten. Damit sich das Angebot des kostenfreien Versands für Sie lohnt, haben Sie im Shopware Backend die Möglichkeit, Ihren Produkten durch das hinterlegen individueller Regeln automatisch die günstigste Versandart zuzuordnen. Mehr zur Umsetzung im Shopware Backend erfahren Sie hier. Ein weiterer Faktor, mit dem Sie Ihren Kunden die Kaufentscheidung erleichtern, ist neben dem kostenlosen Versand auch die Möglichkeit einer kostenfreien Retoure. Entscheiden Sie sich dafür, diesen Service anzubieten, achten Sie darauf, die Retourenquote minimal zu halten.

3. Sorgen Sie für Transparenz mit Live-Beständen

Ein durchdachtes System wie Pickware ERP hilft Ihnen immer einen Blick auf Ihre Bestände und die anfallenden Nachbestellungen zu haben. Zudem können Sie Live-Bestände auch in Ihrem Shop nutzen, um Ihren Kunden in Abhängigkeit vom Lagerbestand anzuzeigen, wie schnell ein Artikel lieferbar ist. Mit einer kleinen Anpassung Ihres Shopware Themes können Sie die Funktion auch nutzen, um Ihren Kunden nicht nur die Lieferzeit anzuzeigen, sondern auch einen Einblick in die verfügbaren Warenbestände zu geben. So kann beispielsweise das Wissen, dass nur noch wenige Artikel verfügbar sind eine Kaufentscheidung beschleunigen und zu weniger Warenkorbabbrüchen führen.

4. Liefern Sie zur Wunschzeit Ihrer Kunden

Erfolglose Zustellversuche und zeitaufwändige Selbstabholung beim Paketshop können Kunden dazu bewegen, gar nicht oder erst zu einem für sie passenden Zeitpunkt zu bestellen. Mit dem Plugin DHL Wunschpaket, das mit DHL Adapter powered by Pickware kompatibel ist, bieten Sie Ihren Kunden zahlreiche Möglichkeiten rund um den individuellen Paketempfang. Das Plugin umfasst dabei neben der Auswahl verschiedener Lieferadressen für Packstationen und Filialen auch flexible Optionen für den bequemen Paketempfang zu Hause.

5. Setzen Sie auf verlässliche Zahlungsanbieter

Ein komplizierter Zahlungsvorgang sowie die Weiterleitung zu externen Zahlungsanbietern können das Vertrauen Ihrer Kunden in den Kaufprozess mindern und zu Warenkorbabbrüchen führen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie auf ein verlässliches Zahlungsplugin setzen, das sich in Ihren Shopware Shop integriert und den Checkout-Prozess nahtlos in Ihren Shop einbettet. In unserer Übersicht zur Wahl der richtigen Zahlungsmethode geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die Verbreitung der verschiedenen Zahlungsanbieter auf dem deutschen Markt sowie – insbesondere im Hinblick auf die Kompatibilität mit Pickware – eine Empfehlung für das passende Plugin.

6. Bieten Sie Ihren Kunden Flexibilität mit Click & Collect

Für Händler, die neben ihrem Onlineshop auch noch ein Ladengeschäft betreiben, empfiehlt es sich, flexible Einkaufsmodelle wie Click & Collect anzubieten, um Ihren Kunden noch mehr Entscheidungsfreiheit und Flexibilität zu ermöglichen. Dabei können Ihre Kunden den Kauf online abschließen und selbst darüber entscheiden, wann sie ihre Ware im Ladengeschäft abholen möchten. Die Vorteile dieser Methode liegen auf der Hand: Sie und Ihre Kunden sparen Versandkosten, die Zeit bis zum Erhalt der Ware verkürzt sich und Sie punkten bei Ihren Kunden durch Flexibilität. Alles über Click & Collect und wie Sie die Selbstabholung in Ihrem Shop ermöglichen, erfahren Sie hier.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps weiterhelfen, um die Warenkorbabbrüche in Ihrem Shop zu minimieren und Ihre Conversion zu steigern. Für weitere Beiträge rund um die Optimierung Ihres Onlineshops, empfehlen wir Ihnen, unseren Newsletter zu abonnieren.


Shopware Tipps & Tricks: Risikomanagement für Zahlungsarten

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Hatten Sie auch schon Kunden, welche erst nach mehrfacher Aufforderung oder überhaupt nicht gezahlt haben? Das kommt leider immer wieder vor und führt für Sie als Händler zu finanziellen Einbußen und erhöhtem Bearbeitungsaufwand. Daher zeigen wir Ihnen anhand von drei Praxisbeispielen, wie Sie mit einem gut durchdachten Risikomanagement und Shopware-eigenen Funktionen Zahlungsausfälle vermeiden und geben rechtliche Hinweise, die Sie dabei berücksichtigen sollten.

Jede Zahlungsart ist mit einem Zahlungsausfallsrisiko verbunden, wobei etwa der Kauf auf Rechnung sowie Lastschriftverfahren ein hohes Risiko für den Verkäufer bergen, während Kreditkarten- oder Paypal-Zahlungen als relativ sicher gelten. Doch jedem Kunden nur noch ausfallsichere Zahlungsarten anzubieten, ist meist keine Alternative. Viele B2B- oder Stammkunden erwarten bestimmte Zahlungsarten wie etwa den Kauf auf Rechnung und könnten andernfalls die Kundenbeziehung beenden. Die Lösung ist ein Filtersystem, welches anhand des Risikopotentials des Kunden nur ausgewählte Zahlungsarten beim Bestellvorgang anbietet. Gängig sind hierbei etwa das Sperren von Rechnungskäufen für Neukunden oder ab bestimmten Warenkorbwerten. Zudem sind auch Ländersperren für bestimmte Zahlungsarten aus rechtlichen Gründen oft nötig.

Beispiel 1: Zahlungsarten für Neukunden ab einem bestimmten Warenkorbwert sperren

Bestellungen von Neukunden bieten meist ein erhöhtes Risiko, da deren Zahlungsverhalten noch nicht bekannt ist. Da aber nicht für alle Neukunden die Zahlungsmöglichkeiten eingeschränkt werden sollen, sperren wir in diesem Beispiel nur die Zahlungsarten Rechnung und Lastschrift für alle Bestellungen mit einem Warenkorbwert ab 15 Euro. Hierzu öffnen wir im Shopware Backend das Risikomanagement unter Einstellungen > Risk-Management. Hier können Sie für jede Zahlungsart beliebig viele Regeln definieren, damit diese für bestimmte Kunden nicht im Shop verfügbar ist. In unserem Beispiel definieren wir die erste Regel für die Zahlungsart Rechnung und wählen Kunde IST NEU und als Wert 1 aus. Dies kombinieren wir mit dem zweiten Filter Bestellwert >= und dem Wert 15. Die selbe Regel legen wir analog auch für die Zahlungsart Lastschrift an und schon werden die beiden Zahlungsarten für alle Kunden, auf welche die Bedingungen zutreffen, nicht angeboten.

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Beispiel 2: Rechnungskauf nur für B2B-Kunden aus Deutschland

Im zweiten Beispiel möchten wir die Zahlungsart Rechnung nur für B2B-Kunden mit einer Rechnungsadresse in Deutschland anbieten. Hierzu legen wir für die Zahlungsart einen neuen Filter an, mit dem wir zunächst alle Privatkunden ausschließen. Dazu wählen wir Kundengruppe IST und den Wert EK aus und klicken auf Speichern. Der rechte Teil des Filters bleibt hierbei leer. Im zweiten Schritt sperren wir die Zahlungsart noch für alle B2B-Kunden, welche eine ausländische Rechnungsadresse haben. Hierzu legen wir einen zweiten Filter an und wählen Rechnung Land IST NICHT und als Wert DE aus. Nachdem die Regel gespeichert wurde, wird der Filter aktiv und die Zahlungsart Rechnung entsprechend nur noch für die gewünschte Kundengruppe angezeigt.

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Beispiel 3: Nur sichere Zahlungsarten für Kunden mit laufenden Mahnungsprozessen

Shopware unterstützt bereits von Haus aus das Pflegen von Mahnstatus für Bestellungen, falls sich ein Kunde im Zahlungsverzug befinden sollte, wobei drei Stufen sowie Inkasso als Zahlungsstatus zur Auswahl stehen. Mit dem Risikomanagement-Filtern ist es möglich, die Bestellungen eines Kunden auf mögliche Mahnungen zu untersuchen und ihm gegebenenfalls nur ausfallsichere Zahlungsarten für die neue Bestellung anzubieten. In diesem Beispiel möchten wir daher die Zahlungsart Rechnung für solche Kunden sperren und wählen dazu im Risikomanagement-Fenster die passende Zahlungsart aus. Anschließend legen wir vier neue Regeln an, da wir die Zahlungsart für jede der Mahnstufen ausschließen möchten. Hierzu wählen wir jeweils Mahnstufe 1-3 IST WAHR beziehungsweise Inkasso IST WAHR aus und speichern die neuen Regeln nacheinander. Anschließend überprüft Shopware bei jedem Kaufvorgang im Shop die Bestellhistorie des Kunden auf laufende Mahnungsprozesse und sperrt gegebenenfalls den Rechnungskauf.

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Was Sie rechtlich beachten müssen

Grundsätzlich sind Sie nicht dazu verpflichtet, bestimmte Zahlungsarten wie etwa Vorkassezahlungen anzubieten. Gemäß dem Prinzip der Vertragsfreiheit für privatrechtliche Verträge können Sie den Kaufvertrag nach Ihrem Belieben gestalten, worunter auch die Vorgabe der angebotenen Zahlungsarten fällt. Allerdings erfolgt eine Einschränkung durch das Verbraucherecht §312a Abs. 4 BGB, wonach die angebotenen Zahlungsmittel für den Verbraucher kostenlos (also nicht entgelt- oder gebührenpflichtig) sowie gängig und zumutbar sein müssen. Dabei wurden in diversen Rechtssprechungen der letzten Jahre folgende Zahlungsmittel für deutsche Verbraucher als "gängig und zumutbar" festgelegt:

  • Kauf auf Rechnung
  • Zahlung per Vorkasse
  • SEPA-Lastschrift
  • PayPal
  • Gängige Kreditkartenformate (Mastercard, Visa)

Fazit

Mit ein paar wenigen Klicks im Shopware Backend lässt sich das Zahlungsausfallsrisiko deutlich minimieren. Sollten Sie dennoch häufiger Zahlungsausfälle verzeichnen, können Sie mit unserem Mahnwesen Plugin automatisiert nach konfigurierbaren Intervallen Mahnungsdokumente erstellen und verschicken sowie unbezahlte Vorkassebestellungen stornieren. Wenn Sie das Zahlungsausfallsrisiko stattdessen lieber komplett abgegeben möchten, haben Sie darüber hinaus natürlich die Möglichkeit mit einem Factoring Dienstleister für Zahlungen auf Rechnung zusammenzuarbeiten.


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