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Update: Pickware Apps mit neuer Druckeranbindung

201013_blog-cover-druckeranbindung-02 Unsere neue Druckeranbindung ist da! Wir zeigen Schritt für Schritt am Beispiel unserer Versand App, wie du Drucker ganz ohne Google Cloud Print einrichtest, um Bestelldokumente und Versandetiketten direkt und mobil zu drucken. So ist für eine höhere Ausfallsicherheit im Versandprozess gesorgt und du versendest Druckaufträge noch schneller.

Da Google Cloud Print zum 31. Dezember 2020 eingestellt wird, entwickelten wir eine eigene Lösung, die du ab sofort mit dem neuen Update nutzen kannst. Die neue Druckeranbindung kommuniziert auf direktem Weg mit allen Netzwerkdruckern im selben Netzwerk und lässt sich leichter in der Pickware Versand App sowie in der Pickware POS App konfigurieren. Alle Antworten rund um die Umstellung, Geräteempfehlung und die technischen Details findest du hier.

Bevor du deine Drucker in der Versand App oder in der POS App einrichtest, sollte eine reibungslose WLAN- bzw. LAN-Verbindung gewährleistet sein. Verbinde dazu alle Drucker mit deinem lokalen Netzwerk. Die Pickware Apps finden deine Drucker nur unter dieser Voraussetzung.

So richtest du deine Drucker in der Versand App ein

Schritt 1: Dokumentendruck aufrufen

Öffne die Pickware Versand App und klicke unter Profil auf das ⓘ Icon des ausgewählten Profils, um den Dokumentendruck darin zu bearbeiten. Tippe anschließend auf “Drucker konfigurieren”, um mit der Bearbeitung der Druckeranbindung zu beginnen.

Hinweis: Wenn du in der Versand App bereits mit deinem Benutzer angemeldet bist, musst du dich zuerst abmelden, um die Drucker konfigurieren zu können.

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In den Druckeinstellungen hast du nun die Möglichkeit, jeweils einen Drucker für die Papierformate A4, A5 und A6 festzulegen. Du kannst auch einen Drucker mit mehreren Papiereinzugsfächern für alle drei Formate hinterlegen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Druckertreiber die Papierfachauswahl als Druckoption anbietet.

Schritt 2: Drucker auswählen

Tippe nun auf “DIN-A4”, um einen Drucker für den Druck von DIN-A4-Dokumenten festzulegen. Es erscheint nun eine Liste aller in deinem Netzwerk verfügbaren Geräte. Der blaue Haken zeigt, welches Gerät ausgewählt und angebunden ist.

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Schritt 3: Drucker einstellen

Durch Tippen auf den bevorzugten Netzwerkdrucker, lassen sich die Druckereinstellungen bearbeiten. Passe hier die Druckauflösung, Farb- und Seiteneinstellungen an. Tippe anschließend auf “Speichern”. Du kannst das Ergebnis wie gewohnt mithilfe eines Testdrucks überprüfen.

Führe Schritt 2 und 3 auch für die anderen Papierformate wie DIN-A5 oder DIN-A6 durch.

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Schritt 4 (optional): Abweichende Druckeinstellungen für bestimmte Dokumententypen festlegen

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, individuelle Druckeinstellungen je Dokumententyp zu konfigurieren, um beispielsweise Rechnungen und Lieferscheine desselben Formats auf zwei verschiedenen Druckern zu drucken. Unter “Dokumententyp konfigurieren” erscheinen alle vorhandenen Dokumententemplates deines Shops. Wenn du das gewünschte Dokument auswählst, kannst du hierfür einen Netzwerkdrucker auswählen. Das entsprechende Dokument wird dann mit diesen Einstellungen gedruckt.

Die neue Druckeranbindung ist mit dem neuen Update ab sofort nutzbar

Die neue Druckeranbindung wird ab sofort mit der Version 5.8.0 der Pickware Versand App sowie mit der Version 5.9.0 der Pickware POS App unterstützt. Die passende Hardware erhältst du im Pickware Hardware Shop. Unsere Hardware Empfehlungen findest du im Pickware Helpcenter.

Bei weiteren Fragen kannst du uns selbstverständlich jederzeit per E-Mail oder Telefon kontaktieren.


Update 25.11.2020: Wir möchten hier die Lösungswege für die drei häufigsten Probleme bei der Druckereinrichtung aufzeigen.

  1. Der Drucker lässt sich nicht verbinden, obwohl er über die Druckersuche gefunden wird.
    In diesem Fall scheint die Auflösung des Hostnamens nicht zu funktionieren. Der Drucker kann dann über die Eingabe der IP-Adresse (und evtl. des Ports) verbunden werden, z. B. ipp://192.168.1.211:631. Sollte das trotzdem nicht funktionieren, ruf uns gerne an.
  2. Versandetiketten werden zu groß, zu klein oder in schlechter Qualität gedruckt.
    Stelle das “Document Format” in den Druckereinstellungen (Schritt 3) auf “Scaled Label (PDF)“, um das Problem zu beheben. Falls das nicht klappt, prüfe, ob das richtige Papierformat ausgewählt ist (“Media in den Druckereinstellungen). Überprüfe, dass die eingestellte Druckauflösung (DPI) mit der vom Gerät unterstützten Druckauflösung übereinstimmt. Prüfe ansonsten, ob alle Skalierungsoptionen richtig gesetzt sind (Fit to Page usw.).
  3. Der Ausdruck enthält nur Hieroglyphen.
    Hier kann die Auswahl eines anderen “Document Format” in den Druckereinstellungen (Schritt 3) die Lösung sein.

KassenSichV – Alles auf einen Blick

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Durch manipulierte Kassensysteme gehen dem Fiskus jährlich Milliardenbeträge aus dem Einzelhandel verloren. Als Konsequenz reagiert dieser mit der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV), damit zukünftig alle Transaktionen eines Kassensystems verpflichtend erfasst und die Daten manipulationssicher aufbewahrt werden. Die Umsetzung sollte ursprünglich bereits zum 01.01.2020 erfolgen. Da für viele Kassensysteme aber immer noch keine zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtungen (TSE) vorliegen, können Händler die Verordnung aktuell nicht vollständig umsetzen, weshalb für einzelne Punkte der Verordnung zunächst eine Übergangsfrist bis zum 30.09.2020 beschlossen wurde. Diese musste von den einzelnen Bundesländern nochmals bis zum 31.03.2021 verlängert werden, wobei je nach Art des Kassensystems unterschiedliche Maßnahmen erforderlich sind. Um bei all den Neuerungen und Verschiebungen nicht den Überblick zu verlieren, bietet dir dieser Blogbeitrag eine Anlaufstelle mit fortlaufend aktualisierten Infos, Fristen und Tipps zur Umstellung unseres Kassensystems Pickware POS.

Das 1x1 der KassenSichV

Die KassenSichV baut auf den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie dem Datenzugriff (GoBD) auf. Da die GoBD jedoch nur eine Verwaltungsvorschrift ist, besteht keine Rechtssicherheit und damit kein klarer Standard. Diese Lücke soll durch die KassenSichV geschlossen werden, da diese genau vorschreibt, wie Umsatzdaten manipulationssicher gespeichert und dem Finanzamt übermittelt werden. Für Händler sind hierbei insbesondere drei Aspekte der KassenSichV relevant:

Technische Sicherheitseinrichtung (TSE)

Ein wesentlicher Bestandteil der KassenSichV ist die sogenannte technische Sicherheitseinrichtung (TSE), mit welcher alle Registrierkassen in Deutschland zukünftig ausgestattet sein müssen. Diese versieht jede Transaktion der Kasse mit einer Signatur, welche ähnlich dem Blockchain-Prinzip immer auf der Signatur der vorherigen Transaktion basiert. Alle Signaturen werden gemeinsam in einem verschlüsselten Journal auf einem Speichermedium gesichert, wobei sowohl lokale Speicher (etwa USB-Sticks oder spezielle Bondrucker) als auch cloudbasierte Lösungen verwendet werden können. Zudem muss die TSE über eine einheitliche digitale Schnittstelle verfügen, über welche die Daten des Journals im standardisierten Format (gemäß DSFinV-K) an das Finanzamt übermittelt werden können.

Um sicherzustellen, dass die eingesetzte TSE alle Anforderungen erfüllt, muss diese vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert werden. Da den Herstellern aber lange keine genauen Vorgaben zur Zertifizierung der TSE vorlagen, haben die meisten Bundesländer den verpflichtenden Einsatz mittlerweile auf den 31.03.2021 verschoben, um den Kassenherstellern ausreichend Vorlaufzeit für die Implementierung der TSE-Lösungen zu geben. Für GoBD-konforme Kassen, die zwischen dem 25.11.2010 und vor dem 01.01.2020 angeschafft wurden, aber bauartbedingt nicht auf eine TSE umrüstbar sind, gilt zudem eine gesonderte Übergangsfrist bis zum 31.12.2022.

Kassenmeldepflicht

Sobald die eingesetzten Registrierkassen über eine TSE verfügen, müssen Händler diese beim zuständigen Finanzamt anmelden. Für die Meldung der Kassen wird es einen amtlichen Vordruck geben und planmäßig soll die Meldung über ein elektronisches Formular erfolgen, welches aktuell noch nicht verfügbar ist. Folgende Informationen werden gemäß der Kassenmeldepflicht dem Finanzamt zu nennen sein:

  • Name und Steuernummer des Kassenbetreibers/Steuerpflichtigen
  • Art des verwendeten elektronischen Aufzeichnungssystems & der zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung
  • Anzahl, Seriennummern und Orte der eingesetzten elektronischen Aufzeichnungssysteme
  • Datum der Anschaffung oder Außerbetriebnahme der Kasse

Da z. B. die Art der eingesetzten TSE sowie deren Seriennummer zur Meldung der Kasse notwendig sind, diese Informationen aber erst mit der Implementierung der TSE vorliegen, wird auch die Meldepflicht zunächst ausgesetzt.

Belegausgabepflicht

Ab dem 01.01.2020 müssen Händler ihren Kunden bei jedem Verkauf einen Kassenbeleg ausstellen. Dieser muss entweder ausgedruckt oder in elektronischer Form übermittelt werden, wobei der Kunde aber nicht verpflichtet ist, den Beleg auch tatsächlich anzunehmen.

Zusätzlich zu den bisherigen Angaben muss der Beleg auch die Seriennummer der Kasse oder TSE, die Signatur der Transaktion sowie einen Prüfcode enthalten, sobald die Kasse mit einer TSE ausgestattet wird.

Wichtige Fristen zur KassenSichV

Die folgende Übersicht enthält alle Fristen, die du als Händler im Blick behalten solltest:

  • 01. Januar 2020: Belegausgabepflicht tritt in Kraft.
  • bis 31. März 2021: Zeitraum für den die Nichbeanstandungsregelung gilt. Je nach Bundesland ist ein Nachweis des Kassenherstellers über die geplante TSE-Umsetzung erforderlich.
  • 31. März 2021: Kasse muss in allen Bundesländern mit TSE ausgerüstet sein & Kassenmeldepflicht tritt in Kraft.
  • 31. Dezember 2022: Gesonderte Übergangsfrist für Kassen ohne Umrüstungsmöglichkeit endet.

Was du als Pickware-Kunde beachten musst

Wenn du unser iPad Kassensystem Shopware POS einsetzt, brauchst du dir um die rechtzeitige Implementierung der TSE keine Sorgen zu machen. Wir arbeiten bereits seit längerem mit unserem Partner fiskaly an der Integration einer Cloud-Lösung, welche sich beim BSI im Zertifizierungsprozess befindet. Wann die Implementierung in Pickware POS abgeschlossen sein wird, ist noch nicht genau abzusehen, weshalb wir auch noch keinen konkreten Zeitpunkt nennen können. In jedem Fall wird die TSE aber rechtzeitig vor dem 31. März 2021 per Softwareupdate für dich bereitstehen.

Bis zur Implementierung der TSE empfehlen wir dir schon einmal folgende Punkte zu prüfen, um die Anforderungen des Gesetzgebers zu erfüllen und eine reibungslose Umstellung zu gewährleisten:

  • Lade dir unsere Bescheinigung über den geplanten Einsatz einer cloudbasierten TSE herunter. In den meisten Bundesländern musst du diesen nur auf Anfrage durch den Gesetzgeber vorzeigen können. Solltest du aber in Bremen ansässig sein, musst du selbstständig einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Alle Informationen zu den unterschiedlichen Anforderungen der Bundesländer findest du hier.
  • Achte darauf, dass dein eingesetztes iPad mindestens iOS 12 unterstützt. Dafür solltest du mindestens ein iPad der 5. Generation, ein iPad mini 2, iPad Air oder iPad Pro einsetzen.
  • Um rechtzeitig über neue Informationen in Kenntnis gesetzt zu werden, empfehlen wir dir, dich für unseren Newsletter anzumelden oder unserer Facebook Gruppe beizutreten.

Bei weiteren Fragen kannst du uns selbstverständlich auch jederzeit per E-Mail oder Telefon kontaktieren.

Dieser Blogbeitrag wurde zuletzt am 23.09.2020 aktualisiert


Übergangsfrist zur KassenSichV bis zum 30.09.2020 beschlossen

Neue Übergangsfrist zur KassenSichV

blog-cover_kassenverordnung_191108_blog-cover-kassenverordnung_628x628 Wie bereits auf unserem Blog berichtet, tritt zum 01.01.20 die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) in Kraft. Die Verordnung regelt, wie das vom Bundesfinanzministerium verabschiedete Ge­setz zum Schutz vor Ma­ni­pu­la­tio­nen an di­gi­ta­len Grund­auf­zeich­nun­gen umgesetzt wird. Nun hat das Bundesfinanzministerium in seinem Schreiben vom 06.11.19 eine neue Übergangsfrist bzw. eine sog. "Nichtbeanstandungsregelung" bis zum 30.09.20 beschlossen. Demnach werden Kassen ohne zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung bis zu diesem Datum nicht beanstandet. Dies gilt auch für die digitale Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme (DSFinV-K).

Noch keine zertifizierte Sicherheitseinrichtung am Markt erhältlich

Ein wesentlicher Grund zur Einführung der neuen Übergangsfrist war, dass Stand heute immer noch keine vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierte Sicherheitseinrichtung am Markt erhältlich ist und somit für Hersteller von Kassensystemen nicht ausreichend Zeit bleibt, die gesetzlichen Anforderung zu erfüllen. Der Beschluss eine neue Frist zu setzen, wurde tatsächlich bereits am 26.09.19 auf der Bund-Länder-Referatsleitersitzung getroffen, doch erst mit der Veröffentlichung des o.g. Schreibens vom 06.11.19 durch das Bundesfinanzministerium offiziell verabschiedet. Mit der neuen Frist bleibt dem BSI nun ausreichend Zeit, den bereits laufenden Zertifizierungsprozess einiger Anbieter von technischen Sicherheitseinrichtungen abzuschließen, sodass Hersteller von Kassensystemen die Möglichkeit haben den für sie passenden Anbieter auszuwählen.

Was muss ich als Ladenbesitzer tun?

Nutzer unseres iPad Kassensystems Shopware POS müssen sich wegen der Umstellung keine Sorgen machen. Da wir bereits seit einigen Jahren auf dem österreichischen Markt Erfahrung mit den Anforderungen der Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) gesammelt haben, sind wir mit der Thematik bereits bestens vertraut. Wir stehen außerdem im engen Austausch mit verschiedenen Anbietern von Sicherheitseinrichtungen, sodass wir die neuen gesetzlichen Anforderungen rechtzeitig erfüllen werden.

Über das Releasedatum des Sicherheitsupdates werden wir unsere Kunden rechtzeitig informieren. Um das Update nicht zu verpassen, empfehlen wir die Anmeldung zu unserem Newsletter. Weitere Informationen zur KassenSichV von Seiten des Bundesfinanzministeriums zum Stand vom 17.06.2019 finden Sie hier.


KassenSichV kompakt zusammengefasst

Was ist die Kassensicherungsverordnung?

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Ab dem 01.01.2020 tritt in Deutschland die sogenannte Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) in Kraft. Die Verordnung regelt, wie das vom Bundesfinanzministerium verabschiedete Ge­setz zum Schutz vor Ma­ni­pu­la­tio­nen an di­gi­ta­len Grund­auf­zeich­nun­gen umgesetzt wird.

Mit der Verordnung versucht die Regierung unter anderem gegen die potentielle Manipulation von Registrierkassen vorzugehen. Da ein Großteil der Kassenhersteller die eigenen Systeme bisher nicht ausreichend gegen die Löschung von Buchungen absichert, wurden in den letzten Jahren mehrere Initiativen zum Schutz vor Manipulation vorangetrieben.

Wie funktioniert die KassenSichV?

Mit dem Inkrafttreten der KassenSichV muss jede Registrierkasse in Deutschland mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) versehen sein. Diese besteht aus drei Komponenten: einem Sicherheitsmodul, einem Speichermedium und einer digitalen Schnittstelle.

  • Das Sicherheitsmodul gewährleistet, dass Kasseneingaben mit Beginn des Aufzeichnungsvorgangs protokolliert und später nicht mehr unerkannt verändert werden können.
  • Das Speichermedium speichert die Einzelaufzeichnungen für die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist.
  • Die digitale Schnittstelle gewährleistet eine reibungslose Datenübertragung, z. B. für Prüfungszwecke.

Mithilfe dieser Sicherheitseinrichtung werden alle über die Kasse erfolgten Transaktionen auf einem integrierten Speicher gesichert. Die Datenübermittlung an das Finanzamt erfolgt über die digitale Schnittstelle. Werden Transaktionen widerrechtlich aus dem Protokoll gelöscht, ist dies mit einer Prüfsoftware für das Finanzamt nachvollziehbar. Um sich nicht strafbar zu machen, ist die lückenlose Aufnahme aller Buchungen unbedingt einzuhalten.

Zusätzlich tritt zum 01.01.2020 die Belegausgabepflicht in Kraft. Durch die TSE wird für jeden Buchungsvorgang ein Code erstellt, der auf den Verkaufsbeleg zu drucken ist. Der Code enthält Teile des vorherigen Buchungsvorgangs sowie des aktuellen Buchungsvorgangs, um eine lückenlose Auflistung der Transaktionen zu gewährleisten. Die Belege müssen auf jeden Fall erstellt und dem Kunden zur Verfügung gestellt werden, ob dies digital oder analog geschieht spielt dabei keine Rolle. Zur Mitnahme ist der Kunde allerdings nicht verpflichtet.

Was muss ich als Ladenbesitzer tun?

Nutzer unseres iPad Kassensystems Shopware POS müssen sich wegen der Umstellung keine Sorgen machen. Da wir bereits seit einigen Jahren auf dem österreichischen Markt Erfahrung mit den Anforderungen der Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) gesammelt haben, sind wir mit der Thematik bereits bestens vertraut.

Die genauen Details der TSE bestimmt aktuell das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Mit der technischen Umsetzung befassen sich bereits einige der gängigen Anbieter, sodass wir zeitnah beginnen passende Systeme für unsere iPad Kassen zu testen. Die derzeit bekannten Vorgaben des BSI sowie frühere Erfahrungen mit ähnlichen Verordnungen lassen jedoch darauf schließen, dass es auch für die KassenSichV eine Übergangsfrist geben wird.

Über das Releasedatum des Sicherheitsupdates werden wir unsere Kunden rechtzeitig informieren. Um das Update nicht zu verpassen, empfehlen wir die Anmeldung zu unserem Newsletter. Weitere Informationen zur KassenSichV von Seiten des Bundesfinanzministeriums zum Stand vom 17.06.2019 finden Sie hier.


Neu: In der POS App direkt Kartenterminals anbinden

Optimierter Kassiervorgang durch neue POS App

Wir haben für Sie unser Shopware POS Kassensystem aufgerüstet: Ab sofort können Sie klassische Kartenlesegeräte (wie beispielsweise die Geräte von Ingenico und CCV) zur Zahlung mit EC- oder Kreditkarten ganz einfach an Ihre iPad-Kasse anbinden. Der große Vorteil unseres Updates ist, dass der zu zahlende Betrag automatisch an das Gerät übermittelt wird und nicht länger händisch übertragen werden muss. Durch diese Neuerung sparen Sie nicht nur Zeit beim Kassiervorgang, sondern schließen gleichzeitig die Möglichkeit von manuell eingegebenen Fehlbeträgen aus.

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Neue Konfigurationsmöglichkeiten:

Um Ihr ZVT-fähiges Kartenterminal anzubinden, muss es sich im selben lokalen Netzwerk (WLAN, LAN) wie Ihr iPad befinden. In den Profileinstellungen in der POS App finden Sie in dem Abschnitt zur Kartenzahlung die neue Option Kartenterminal über ZVT. Der Standardport 5577 für Ingenico-Kartenterminals ist bereits voreingetragen. Sollten Sie ein anderes Kartenterminal nutzen, geben Sie hier die Konfigurationsdaten Ihres Kartenterminals ein.

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Möchten Sie statt eines externen Bondruckers lieber die Druckfunktionalität Ihres Kartenterminals nutzen, ändern Sie hierzu einfach die entsprechende Voreinstellung Belege auf Bondrucker. Weitere Informationen zur Einrichtung finden Sie in unserer Plugin Dokumentation.

Klassisches Kartenterminal vs. Zettle by Paypal

Bei der Auswahl eines geeigneten Bezahldienstes für Ihr Geschäft gibt es viele Faktoren zu berücksichtigen. Wir empfehlen generell den Mobile-Payment-Anbieter Zettle by Paypal, da er eine einfache Benutzeroberfläche bietet und sich technisch optimal an unsere POS App anpasst. Pro Zahlungsvorgang erhebt Zettle einen Transaktionsbeitrag, dafür entfällt eine monatliche Grundgebühr.
Für unsere Kunden, die auch in Zukunft weiter mit klassischen Kartenterminals arbeiten, haben wir mit dem Update unserer POS App eine wichtige Angleichung an die aktuelle Kompatibilität von Zettle vorgenommen:

Ebenso wie bei Zahlvorgängen mit Zettle, wird der Zahlungsbetrag von Pickware POS nun auch an klassische Kartenterminals automatisch übermittelt und damit eine regelmäßige Fehlerquelle im Kassiervorgang ausgeschlossen.

Weitere Neuigkeiten:

Eine zusätzliche Änderung innerhalb der neuen Version beinhaltet, neben kleinen Verbesserungen, einen optimierten Ziffernblock für alle Eingabefelder von numerischen Werten.

Sollten Sie Fragen zum neuen Feature oder neue Wünsche und Anregungen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Wir freuen uns über jedes Feedback, um unsere Produkte mit Ihrer Hilfe fortlaufend weiterzuentwickeln.

Hinweis: Diese Version der App erfordert mindestens Version 5.5.0 des Plugins Shopware POS powered by Pickware und ist nicht mehr mit dem Plugin Pickware Backend und Shopware Versionen vor 5.2 kompatibel.


Was bedeuten Versionsnummern bei Softwareupdates?

0.0.3, 1.4.2, 5.3.9, 11.3.1: Wer die Hintergründe kennt, für den sind diese Software-Versionsnummern mehr als nur böhmische Dörfer. Jedes Release eines Softwareprogramms bekommt eine Versionsnummer, die auf den ersten Blick darüber Auskunft gibt, ob ein Hersteller regelmäßig Updates zur Verfügung stellt und seine Software verbessert. Ein Programm, das bereits einige Jahre alt ist und noch immer bei Version 1.0.0 steht, wird zum Beispiel nicht gut gepflegt.

semver_bild2_neuIm Detail gibt die Versionsnummer viel mehr Aufschluss. Für Nutzer ist anhand der Versionsnummer beispielsweise ersichtlich, um welche Art von Update es sich handelt – sofern der Softwarehersteller sich an das Prinzip Semantic Versioning hält. Hier ist genau festgelegt, wie sich die Versionsnummer zusammensetzt. Wir bei Pickware wenden seit Pickware 4 Semantic Versioning an. Versionsnummern bei Softwareupdates haben das Format X.Y.Z. Beispielsweise 1.1.3 oder 4.2.4. Anhand der drei unterschiedlichen Positionen erkennen Sie bei unseren Softwareupdates genau, was wir aktualisiert haben. Dafür hat das Prinzip Semantic Versioning die Struktur MAJOR.MINOR.PATCH vorgegeben. Was die einzelnen Begriffe bedeuten und welche Art des Updates sich dahinter verbirgt, erklären wir im Folgenden.

Was ist ein Patch Release?

Wird eine App oder ein Plugin von uns an der Stelle Z der Versionsnummer aktualisiert (1.1.2 auf 1.1.3), bedeutet es, dass wir damit Fehler beheben und so das reibungslose Funktionieren der App/des Plugins sicherstellen. In der Fachsprache nennt sich ein solches Update „Bug Fix“ oder „Patch Release“ (Patch bedeutet Korrektur). Bei diesen Patch Updates empfehlen wir, sie sofort durchzuführen, sobald sie verfügbar sind. Damit stellen Sie sicher, dass Bugs beseitigt werden, die möglicherweise verhindert haben, dass Ihre Software optimal und fehlerfrei funktioniert.

Was ist ein Feature Release?

Updates an der Stelle Y der Versionsnummer (2.3.4 auf 2.4.0) sind etwas größere Updates als Patch Releases. Bei solchen Feature Updates fügen wir ein oder mehrere neue Features hinzu, die den Funktionsumfang der App/des Plugins erweitern. Entsprechend nennt sich das Update in der Fachsprache auch „Feature Release“ oder „Minor Release“. Hierbei kann es nützlich sein, die App erstmal zu testen – zum Beispiel in einer Testumgebung, wenn Sie über diese verfügen. Alternativen können sein, das Update in Zeiten mit wenig Andrang durchzuführen, um sich mit den neuen Funktionen vertraut zu machen.

Gleichzeitig bedeuten Veränderungen der Prozesse auch immer ein erhöhtes Risiko für unvorhersehbare Bugs. Alle Releases werden bei uns umfangreich auf Qualität getestet und durchlaufen zudem automatische und manuelle Abnahmetests. Trotz dieser hohen Qualitätsstandards können wir jedoch neue Fehler nicht ausschließen. Dies ist nicht nur bei uns der Fall, sondern in der Softwareentwicklung allgemein ein Umstand, auf den sich Entwickler und Nutzer einstellen müssen. Einige Bugs fallen erst in der tatsächlichen Anwendung durch Nutzer auf, die dann behoben werden können. Dies geschieht wie oben beschrieben in kleinen Patch Releases. Feature Releases können natürlich ebenfalls Bug Fixes enthalten. Ob dies der Fall ist, können Sie lediglich aus dem Changelog herauslesen, denn wenn wir ein Feature Update zur Verfügung stellen, wird die Z-Stelle immer auf 0 zurückgesetzt.

Im Changelog können Sie ebenfalls erfahren, welche spannenden neuen Features wir veröffentlichen und anschließend eine fundierte Entscheidung darüber treffen, wie wichtig und dringend das Update für sie ist. Wenn Sie zum Beispiel auf das Feature warten, können Sie die das Update direkt installieren – oder mit dem Update noch warten, wenn Sie die Verbesserung der Funktionalität nicht so dringend benötigen.

Was ist ein Major Release?

Ein Update an Stelle X der Versionsnummer (6.2.5 auf 7.0.0) ist ein „Major Release“. Vor allem bei Softwareprogrammen, die voneinander abhängig sind, kann dies bedeuten, dass die "Einzelteile" miteinander inkompatibel werden. So ist es auch in der Pickware Softwarearchitektur: Sowohl Shopware POS als auch Shopware WMS bauen auf Shopware ERP auf.

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Wenn wir beispielsweise mit einem Update in Shopware ERP auf Codeebene eine bestimmte Funktionsweise grundlegend ändern, können die "alten" Versionen von Shopware WMS und Shopware POS mit dieser neuen Funktionsweise nicht mehr interagieren – und umgekehrt. Der Code beider Programme muss deshalb ebenfalls geändert werden, damit alle drei Programme wieder einwandfrei miteinander kommunizieren. Entsprechend steht dann auch für Shopware WMS und Shopware POS ein Update an. Das wird in der Fachsprache auch "Softwareabhängigkeit" genannt (englisch: dependency). Diese Abhängigkeit setzt sich bei Pickware fort bis zu den Apps: Die Lager und Versand App von WMS sowie die POS App sind inkompatibel mit den neuen Plugins Shopware WMS und POS und müssen ebenfalls auf die neue Version aktualisiert werden.

Ein Major Update bedeutet, dass im Code so viel geändert wurde, dass die Kompatibilität mit niedrigeren Versionen nicht mehr gegeben ist. Alle voneinander abhängigen Programme müssen deshalb auf dieselbe Version geupdatet werden, um die Funktionalität sicherzustellen.

Solche Updates planen Sie am besten zu einem geeigneten Zeitpunkt ein. Nutzen Sie ein Zeitfenster, in dem wenig Betrieb in Ihrem Laden oder in Ihrem Lager herrscht. Bedenken Sie am besten auch, wann unser Support für eventuelle Rückfragen erreichbar ist. Bei einem Update um 18 Uhr abends beispielsweise, erreichen Sie unseren Support erst wieder um 10 Uhr morgens am folgenden Werktag. Haben Sie die Möglichkeit, die Programme auf einer Testumgebung zu installieren, ist dies ebenfalls eine gute Option. Zeitlich kann die Testphase auf der Testumgebung völlig losgelöst erfolgen von dem tatsächlichen Update im Shop. Außerdem ist es wichtig, alle Programme gleichzeitig zu updaten, damit sie funktionieren. Aufgrund des Updateumfangs ist es ratsam, etwas Zeit einzuplanen, da es länger dauern kann, bis alle Updates installiert sind.

Major Release bei Plugins powered by Pickware

Wenn Sie Plugins powered by Pickware verwenden, ist die Abhängigkeit zu den Produkten Shopware ERP, WMS oder POS nicht so hoch wie bei den Produkten untereinander. Entsprechend bedeutet ein Major Release nicht zwangsläufig, dass alle Produkte aktualisiert werden müssen. Hier zeigt ein Major Release hauptsächlich an, dass es eine größere Umstellung der Prozesse aus Nutzersicht gegeben hat. Deshalb ist es ebenfalls sinnvoll, das Update in einer ruhigen Minute durchzuführen, um sich mit der neuen Nutzerführung und den neuen Prozessen vertraut zu machen und sich an diese zu gewöhnen.

Sie haben Fragen zu unseren Releases oder Semantic Versioning? Wir stehen gerne zur Verfügung!


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