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Tipps für die Auswahl des richtigen Hosting-Providers

Im ersten Teil unserer Hosting-Reihe hat der Shopware Hosting-Partner Timme Hosting Tipps gegeben, worauf Sie bei der Wahl eines Hosting-Produktes für Ihren Shopware Shop achten sollten. Im zweiten Teil erklärt Timme Hosting, welche Kriterien anschließend bei der Wahl des Hosting-Providers zu beachten sind.

Wichtige Kriterien für die Wahl eines Hosters

Es gibt eine Menge Hosting-Anbieter – viele mit ähnlichem Produktportfolio. Um bei diesem Angebot den richtigen Hoster zu finden, gibt es mehr als nur die technischen Kennzahlen zu vergleichen. Es lohnt sich, darüber hinaus auf andere Kriterien wie Beratung, Sicherheit oder Service zu achten. Denn was nützt ein günstiges Hosting-Paket, wenn man am Ende damit auf sich allein gestellt ist. Einige wichtige Punkte, an denen Sie sich orientieren können, haben wir für Sie zusammengestellt.

Beratungsangebot

Der erste Eindruck zählt! Gibt es im Vorfeld einen Ansprechpartner und können Sie diesen persönlich erreichen? Wie sieht das Beratungsgespräch aus? Abgefragt werden sollten Eckdaten, wie der zu erwartende Traffic, die Anzahl der Produkte im Shop und das gewünschte Shopsystem. Auf dieser Grundlage sollte eine begründete Produktempfehlung folgen. Diese Empfehlung muss zu Ihren Anforderungen passen und darf kein überteuerter, überdimensionierter Server sein. Die erste Beratung ist also schon im Vorfeld ein Indikator dafür, ob es sich um einen qualitativ hochwertigen Anbieter handelt.

Servicelevel

Nach Vertragsabschluss ist der Service das A&O bei einem Hoster. Denn was passiert, wenn Sie eine Frage bezüglich Servereinstellungen haben? Ein erster Hinweis für einen guten Service ist eine Hotline oder mindestens ein E-Mail-Support durch qualifizierte Fachkräfte, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

supportEin weiteres Qualitätsmerkmal für den Service ist das Monitoring, um Ausfällen Ihres Shops vorzubeugen und schnell reagieren zu können. Für Notfälle sollte eine 24/7-Hotline zur Verfügung stehen. Nicht außer Acht zu lassen ist zudem die Frage, wie regelmäßig der Hoster ein automatisches Backup übernimmt und ob es auf einem eigenen Server liegt. Anhand dieser Aspekte lässt sich ein erster Eindruck über den Service eines Hosters gewinnen.

Hardware & Geschwindigkeit

speedWie findet man heraus, ob die verwendete Hardware qualitativ hochwertig ist? Achten Sie bei der Hardware auf eine transparente Kommunikation des Hosters. Viele stellen zum Beispiel umfangreiche Informationen über ihr Rechenzentrum und die eingesetzte Hardware bereit. Informationen darüber, wie lange eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) im Falle eines Stromausfalls garantiert ist oder wie die Anbindung an das Internet geregelt ist, können weitere Anhaltspunkte sein.

Die Geschwindigkeit Ihres Onlineshops hat Einfluss auf die Zufriedenheit Ihrer Kunden und die Conversion Rate. Sind potenzielle Kunden unzufrieden mit der Performance brechen sie im schlimmsten Fall den Kauf ab. Außerdem gehört die Ladezeit zu den Google Rankingfaktoren. Diesbezüglich hilft zum Beispiel ein Blick auf die genutzten Festplatten. Sind noch HDDs im Einsatz? Diese sind langsamer in der Verarbeitung als moderne SSDs. Eine noch bessere Leistung bieten NVMe-SSDs. Genauso kann sich die verwendete Server-Software auf die Geschwindigkeit auswirken. Apache-Server sind aktuell weit verbreitet, aber nginx-Server sind bei hohen Besucherzahlen deutlich performanter. HTTP/2 oder aktuelle PHP-Versionen können die Performance ebenfalls verbessern.

Sicherheit

Das Thema Sicherheit spielt bei der Wahl des Hosters ebenfalls eine Rolle – es gibt einige Sicherheitsstandards, die Hoster erfüllen müssen. Allen voran gehört dazu die Netzwerksicherheit und der Schutz vor DDoS-Attacken, um Webanwendungen, Server und Infrastruktur vor Angriffen zu bewahren. Zudem spielt die Systemsicherheit eine Rolle. Hierfür sollten regelmäßig Sicherheitsupdates vorgenommen werden und ein ausgelagerter Backup-Server zur Verfügung stehen. Ein weiteres Kriterium ist die Sicherheit des Rechenzentrums. Wie sicher sind dort die hochsensiblen Daten? Eingangskontrollen, Absicherung, Ausfallschutz und weitere Vorkehrungen sollten getroffen sein.

Preis und Kündigung

price

Natürlich spielt auch der Preis eine Rolle. Wie transparent sind die Kosten? Gibt es einen monatlichen Festpreis? Einige Anbieter berechnen zusätzliche Kosten für Traffic oder Backups. Wer keine Überraschungen erleben möchte, sollte sich genau informieren, wie sich der Preis zusammensetzt. Genauso ist Vorsicht bei der Länge der Kündigungsfrist geboten. Manche Verträge binden sehr lange an einen Hosting-Anbieter. Kurze Kündigungsfristen bieten Ihnen dagegen mehr Flexibilität.

Fazit

Bei der Wahl Ihres Hosting-Providers spielen Kriterien wie Beratung, Service, Hardware, Sicherheit und Geschwindigkeit eine wesentliche Rolle. Schauen Sie, ob Ihnen eine Testpaket angeboten wird. So können Sie ganz unverbindlich Leistung und Service testen. Gerade für den Start hat sich auch bewährt, wenn Hoster eine kostenlose Erstinstallation oder einen Umzugsservice anbieten.


Timme Hosting steht für professionelles Web- und Shop-Hosting und ist Spezialist für den schnellen nginx-Webserver. Profitieren Sie von einem ultraschnellen High-Performance NVMe-SSD-Hosting. Erlangen Sie mit Ihrer Website eine bessere Performance und geringere Ladezeiten. Wenn das Surfen zum Erlebnis wird, bleiben die User gerne auf der Website. Das wiederum kann sich positiv auf Ihre Konversionsrate und Ihr Ranking in den Google-Suchergebnissen auswirken.
Wartung und Updates Ihres Servers werden für Sie übernommen, sodass Sie sich auf Ihren Shop konzentrieren können. Außerdem steht Ihnen ein kompetenter Support zur Verfügung – im Notfall auch rund um die Uhr. Timme Hosting begleitet Sie gerne beim Erfolg Ihres Online-Auftritts!



Tipps für die Auswahl des passenden Hosting-Produktes

Sie sind auf der Suche nach dem richtigen Hosting-Produkt für Ihren Shopware Shop? Im ersten Teil unserer Hosting-Reihe gibt der Shopware Hosting-Partner Timme Hosting hilfreiche Tipps, die es bei der Wahl eines Hosting-Produktes für Ihren Shop zu beachten gibt.

Die Entscheidung für den eigenen Onlineshop mit Shopware ist gefallen und schon steht die nächste Überlegung an: Macht es Sinn, mit einem eigenen dedizierten Server mit Root-Zugriff zu starten? Neben hohen Anschaffungskosten sind dabei umfangreiche IT-Kenntnisse von Nöten, somit sollten nur erfahrene ITler einen eigenen Root-Server in Erwägung ziehen. Darüber hinaus darf der Aufwand für die Wartung, Sicherheit, Updates, Backups und vieles mehr nicht unterschätzt werden. Die meisten Händler entscheiden sich dazu, diese Aufgaben an einen Hoster zu übergeben, um sich auf das Kerngeschäft Ihres Onlineshops zu konzentrieren. Doch wie findet man einen guten Hoster, welche Hosting-Produkte gibt es und auf welche Punkte sollte man achten? Wir geben einen Überblick und starten mit den verschiedenen Hosting-Produkten.

Hosting-Produkte

Es gibt allgemein vier verschiedene Hosting-Produkte:

  • Shared Hosting
  • vServer
  • Managed Server
  • Cloud Hosting

Auf allen lassen sich Shopsysteme, wie Shopware, installieren. Unabhängig vom Hoster ist zunächst die Wahl eines Hosting-Produktes zu treffen. Dabei sollten Referenzwerte vorhanden sein, wie viele Besucher (plus Puffer) Sie in Ihrem Shop erwarten und welche Inhalte gespeichert werden (Anzahl an Artikeln & Bildern, Blog, etc.).

Shared Hosting:

shared-hosting-1

Hier steht Ihnen kein eigener Server zur Verfügung, sondern Sie teilen sich diesen mit anderen Nutzern, die alle auf die gleichen Ressourcen zugreifen. Dadurch sind die Kapazitäten begrenzt. Dies führt zu dem Nachteil, dass eine hohe Last der anderen Nutzer die eigene Performance beeinflusst und Sie keine individuellen Server-Einstellungen vornehmen können. Ein großer Vorteil ist die Kostenersparnis. Shared Hosting eignet sich vor allem für kleinere Shops.

vServer:

Bei dieser Variante nutzen Sie einen eigenen virtuellen Server, der nur für Ihren Shop zur Verfügung steht: Sie können sämtliche Server-Anwendungen wählen und individuelle Einstellungen vornehmen.

vserver-1

Dieser vServer befindet sich zwar mit anderen vServern auf einem physischen Server, die zugeteilten Ressourcen werden allerdings nach strengeren Regeln auf die dort gehosteten Anwendungen verteilt. Der Einfluss anderer Hosting-Kunden auf die Performance Ihres Shops ist daher geringer. Das Teilen des Servers bedeutet einen Kostenvorteil gegenüber einem eigenen dedizierten Server. Der vServer ist also genau richtig, wenn ein eigener Server noch zu groß ist, Shared Hosting aber zu klein und unflexibel. Somit eignet sich dieses Angebot vor allem für wachsende Shops.

Managed Server:

Bei diesem Produkt steht Ihnen ein eigener Server und damit auch die gesamte Leistung zur Verfügung. Die Wartung, Updates, Sicherheit und Konfiguration des Servers werden bei einem Managed Server vom Hoster übernommen. Dies bedeutet mehr Kontrolle und Unabhängigkeit. Je nach Größe und Besucherzahlen Ihres Shops ist auf ausreichend Kapazitäten zu achten. Sie müssen im Vorfeld wissen, welche Ressourcen zum Beispiel bei Lastspitzen benötigt werden und den Server entsprechend wählen. Es kann passieren, dass es in ruhigeren Betriebszeiten zu Überkapazitäten kommt. Wird hingegen mehr Performance benötigt, erhält man diese nur durch einen Serverumzug. Ein Managed Server lohnt sich vor allem für Onlineshops, die viele Besucher haben beziehungsweise viele Artikel verwalten. Der Nachteil dieses Produktes ist, dass Sie immer gleich viel zahlen, auch wenn Sie die Kapazitäten nicht voll ausnutzen.

Cloud Hosting:

Eine Cloud läuft im Normalfall gleich auf mehreren Servern. Diese können bei Bedarf hinzugeschaltet oder auch wieder heruntergefahren werden. Somit ist die Skalierbarkeit des Cloud Hostings sehr flexibel. Bei einer hohen Besucherzahl lassen sich, beispielsweise in Lastspitzen oder bei saisonalen Schwankungen, die benötigten Ressourcen temporär hinzubuchen.

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Die Abrechnung erfolgt meist stunden- oder minutengenau. Auch die Ausfallsicherheit steigt, da die Cloud meist von Haus aus redundant aufgebaut ist. Ein Hardware-Problem führt nicht gleich zum Ausfall des gesamten Shops. Die Cloud bietet durch ein hohes Maß an Flexibilität und Verlässlichkeit viele Vorteile. Sie eignet sich besonders für Shops mit sehr hohen und vor allem schwankenden Besucherzahlen.

Fazit

Um das richtige Hosting-Produkt zu finden, macht es Sinn, im Vorfeld die eigenen Anforderungen zu definieren. Mit diesem Wissen lässt sich das passende Hosting-Produkt aussuchen. Danach geht es darum, den richtigen Hosting-Anbieter zu finden. Was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie im zweiten Teil dieser Hosting-Reihe.



Timme Hosting steht für professionelles Web- und Shop-Hosting und ist Spezialist für den schnellen nginx-Webserver. Profitieren Sie von einem ultraschnellen High-Performance NVMe-SSD-Hosting. Erlangen Sie mit Ihrer Website eine bessere Performance und geringere Ladezeiten. Wenn das Surfen zum Erlebnis wird, bleiben die User gerne auf der Website. Das wiederum kann sich positiv auf Ihre Konversionsrate und Ihr Ranking in den Google-Suchergebnissen auswirken. Wartung und Updates Ihres Servers werden für Sie übernommen, sodass Sie sich auf Ihren Shop konzentrieren können. Außerdem steht Ihnen ein kompetenter Support zur Verfügung – im Notfall auch rund um die Uhr. Timme Hosting begleitet Sie gerne beim Erfolg Ihres Online-Auftritts!



Shopware Tipps & Tricks – Fehlerquellen mit Logdateien aufspüren

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Fehler sind unvermeidbar. Daher können auch in Ihrem Shopware Shop Fehler entstehen, sei es aufgrund von Konflikten im Frontend, Plugin-Inkompatibilitäten, Dateninkonsistenzen oder Problemen mit dem Server. Doch häufig ist es schwierig, die Ursache des Fehlers exakt zu lokalisieren. Daher zeigen wir Ihnen in diesem Teil von Shopware Tipps & Tricks, wie Sie Fehler mithilfe der richtigen Logdateien eingrenzen können, um sie anschließend erfolgreich zu beheben.

Backend-Log

Wenn Sie vermuten, dass Fehler aufgrund von veränderten Einstellungen im Backend verursacht wurden, können Sie sämtliche Vorgänge im Backend-Log einsehen. Diesen finden Sie unter Einstellungen > Logfile im Tab Backend-Log. Die Einträge geben Auskunft, in welchen Modulen und von welchem Nutzer Änderungen im Backend vorgenommen wurden. In folgendem Beispiel wurde im Plugin Shopware WMS ein Pickprofil bearbeitet.

shopware-backend-log_pickprofil1

System-Log

Sowohl Shopware, als auch installierte Plugins legen Logdateien über Vorgänge und Probleme auf dem Server des Shops an. Diese befinden sich standardmäßig im Serververzeichnis /var/log/. Sie können die einzelnen Log-Dateien bequem über das Backend einsehen. Gehen Sie hierzu auf Einstellungen > Logfile und wechseln Sie in den Tab System-Log. Hier können Sie alle verfügbaren Dateien auswählen und einsehen. Die von Shopware angelegten Logs beginnen meist mit core_production_XXX, die Pickware Logs mit pickware_production-XXX. In diesem Beispiel enthält der Log einen häufiger auftretenden Fehler aufgrund eines abgelaufenen Tokens. Aber auch Template-Fehler werden hier hinterlegt.

shopware-system-log_core_production1

Pickware API-Log

Sollten Sie Schwierigkeiten mit unseren Produkten Shopware WMS oder POS powered by Pickware haben, können Sie unseren Pickware API-Log unter Einstellungen > Logfile > API-Log aufrufen. Hier werden alle Vorgänge zwischen unseren Apps mit Shopware protokolliert. Fehlermeldungen werden dabei rot markiert. Mit einem Klick auf die Lupe lassen sich detaillierte Informationen für jeden Zugriff abrufen.

pickware-api-log_neu1

Im unteren Beispiel konnte in der Versand App von Shopware WMS das Versandetikett nicht gedruckt werden. Der Pickware API-Log verrät in der zugehörigen Fehlermeldung, dass das Etikett aufgrund einer falsch kodierten Kundenadresse nicht erstellt werden konnte.

pickware-api-log_error_detail

PHP-Errorlog

In Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass aufgrund von Fehlern Bereiche des Shops bzw. das Backend nicht mehr aufrufbar sind. Der Webserver liefert dann meist den Fehlercode 500 oder 503 zurück, welcher im Frontend nur die Nachricht Ups! Ein Fehler ist aufgetreten! generiert. Hier hilft ein Blick in die PHP Errorlogs Ihres Webservers. Dessen Verzeichnis hängt immer von Ihrer individuellen Serverkonfiguration ab, wenden Sie sich hierzu am besten an Ihren Hoster.

Wenn Sie Schwierigkeiten mit den Store Templates haben, diese aber nicht im System-Log angezeigt bekommen, können Sie in der PHP-Konfiguration Ihres Servers das erweiterte Error-Debugging aktivieren. Dann wird PHP Ihnen entsprechende Fehlermeldungen direkt im Frontend Ihres Shops anzeigen. Fügen Sie hierzu in der Datei config.php folgenden Code hinzu:

'front' => array(
  'showException' => true,
  'noErrorHandler' => false,
),

//Low-Level PHP-Fehler ab Shopware 5.2.0
'phpsettings' => [
    'display_errors' => 1,
]

Aber Achtung: Nutzen Sie dieses Feature nicht dauerhaft im Produktivbetrieb, da alle Ihre Kunden die Meldungen, und damit möglicherweise auch sensible Serverinformationen angezeigt bekommen.

Fazit

Fehler in Ihrem Shop sind immer ärgerlich, und deren Ursache zu finden, ist nicht immer einfach. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Tipps bei der nächsten Eingrenzung helfen können. Sollten Sie Fragen zu unseren Pickware Produkten haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir helfen Ihnen gerne weiter.


Shopware Tipps & Tricks – Die richtige Nutzung der Shopware Caches

pickware_blog-logo_tipps-tricks

In den vorherigen Teilen unserer Caching-Blogreihe haben wir Ihnen erklärt, wie Caches funktionieren, Ihren Shop stark beschleunigen und damit Ihnen und Ihren Kunden viele Vorteile bieten. Sicher haben auch Sie schon mal Ihre Shopseiten überarbeitet und Änderungen wurden nicht direkt übernommen. Oder Sie haben Plugins aktualisiert und anschließend erscheinen Fehlermeldungen? Diese und weitere Probleme lassen sich meist schnell und einfach beheben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie vorgehen können.


Alle im Folgenden vorgestellten Einstellungsmöglichkeiten zu den Caches finden Sie im Performance-Fenster in Ihrem Backend. Dieses rufen Sie unter Einstellungen > Caches/Performance > Caches/Performance auf.

Caches leeren

Schwierigkeiten mit den Caches Ihres Shops treten am häufigsten nach Aktualisierungen Ihres Shopware Systems oder der installierten Plugins auf. Aber auch im regulären Betrieb können Caches für Probleme verantwortlich sein, beispielsweise wenn veränderte Template-Einstellungen, neue Produktbilder oder bearbeitete SEO-URLs nicht im Frontend aktualisiert werden. Ursache ist dabei meist eine fehlerhafte Cache-Invalidierung, so dass veraltete Daten im Cache nicht aktualisiert bzw. nicht gelöscht werden. Die Lösung hierfür ist ein manuelles Leeren der betroffenen Caches. Um die einzelnen Bereiche des Shopware Caches zu leeren, gehen Sie bitte im Performance-Fenster zum Tab Cache.

cache-reiter_checkboxen

Im unteren Kasten können Sie folgende Bereiche gezielt auswählen und leeren:

  • Shopware Konfiguration: Durch das Leeren dieses Caches werden alle Shopware-Einstellungen, Konfigurationsdaten und Textbausteine aktualisiert. Dies ist sinnvoll, sobald Sie grundlegende Einstellungen in Shopware verändert haben und diese nicht sofort wirksam werden.
  • Template-Cache & Themes kompilieren: Hiermit werden alle bereits im Cache kompilierten Frontend-Templates und der Cache der benutzerdefinierten Themes gelöscht. Dies ist sinnvoll, wenn Sie Änderungen an Ihren Templates oder Themes vorgenommen haben oder die aktualisierten Plugins mit Templates oder Themes arbeiten. Nach einem Leeren ist es sinnvoll, die Theme-Caches der betroffenen Shops neu zu kompilieren. Andernfalls werden die Themes erst bei einem Aufruf der entsprechenden Shopseite durch einen Kunden neu im Cache kompiliert.
  • HTTP-Proxy-Cache: Dies ist der eigentliche Shopware HTTP-Cache (siehe Teil 1). In ihm werden vorab berechnete Versionen Ihrer Shopseiten gespeichert, damit sie bei einem Aufruf schneller geladen werden. Dieser Cache sowie dessen automatische Cache-Invalidierung sollten immer aktiviert sein. Dies können Sie im Tab Einstellungen > Allgemein > HTTP-Cache kontrollieren.
    http-cache_aktiv_aufwaermen

    Wenn Sie oder die von Ihnen installierten Plugins Änderungen am Frontend Ihres Shops vornehmen, kann es passieren, dass diese nicht richtig im HTTP-Cache aktualisiert werden. Sollte weiterhin die alte Version einer Seite ausgeliefert werden, hilft ein Leeren dieses Caches. Allerdings dauert es anschließend etwas, bis alle Seiten Ihres Shops durch erneute Aufrufe Ihrer Kunden wieder im Cache gespeichert sind. Sie können jedoch mithilfe der Cache Warmer-Funktion vorab alle über SEO-URLs zugänglichen Shopseiten in den Cache laden.

  • Proxies und Meta-Daten: Wenn Plugins und ausgelagerte Shopware Module das Shopware System um zusätzliche Funktionen erweitern, werden dabei interne Proxies (Shopware Proxies, Doctrine Proxies) und Metadaten verwendet. Wenn nach dem Update von Plugins Probleme auftauchen, diese Fehlermeldungen ausgeben oder Funktionen im Shopware System behindern, empfiehlt es sich, diesen Cache zu leeren.
  • Cache Suchfunktion: Damit die Suchfunktion in Ihrem Shopware Shop besonders schnell arbeitet, werden relevante Suchbegriffe in einem speziellen Index-Cache gespeichert. Wenn Sie Probleme mit der Suchfunktion haben, z.B. weil neue Produktseiten nicht vorgeschlagen werden, kann ein Leeren dieses Caches helfen. Shopware wird diesen gemäß Ihrer eingestellten Aktualisierungsstrategie zeitversetzt neu aufbauen.
  • Index SEO-Urls: Shopware speichert Ihre SEO-URLs in einem eigenen Cache-Bereich, um das Routing zu den einzelnen Shopseiten zu beschleunigen. Standardmäßig aktualisiert Shopware diesen SEO-Index regelmäßig, sofern sie dies nicht explizit deaktivieren oder in einen Cronjob auslagern. Die Aktualisierungsstrategie finden Sie im Performance-Fenster im Tab Einstellungen > Allgemein > SEO. Falls Sie Änderungen an Ihren SEO-URLs vornehmen, sich die URLs zu Ihren Shopseiten aber nicht automatisch ändern, sollten Sie diesen Index-Cache leeren. Löschen Sie den SEO-Index aber nur wenn es notwendig ist, da er direkte Auswirkungen auf Ihre SEO-Platzierung haben kann.

Welche dieser Caches Sie bei Problemen leeren müssen, hängt also immer vom spezifischen Problem ab. Doch gehen Sie gewissenhaft vor. Es ist nicht sinnvoll, immer alle Caches zu leeren. Ihr Shopware System benötigt anschließend einige Zeit, um die Caches neu aufzubauen. Währenddessen ist eine erhöhte Rechenkapazität nötig und durch fehlende Einträge im Cache erhöht sich die Ladezeit Ihres Shops für Ihre Kunden. Shopware bietet Ihnen unter Einstellungen > Caches/Performance > Shop cache leeren auch einen Schnell-Button, um die Caches Shopware Konfiguration, Cache Suchfunktion und Index SEO-Urls mit einem Klick leeren zu können.

Produktiv- vs. Bearbeitungsmodus

Wenn Sie Ihren Shop neu aufsetzen oder größere Änderungen am Aufbau und Design vornehmen, leeren Sie nach jeder Änderung den Shopware HTTP-Cache und gegebenenfalls die Template- und Theme-Caches, damit die Änderungen direkt sichtbar werden. Um dies zu vereinfachen, können Sie Ihren gesamten Shop in einen Bearbeitungsmodus setzen. Die entsprechende Option finden Sie im Performance-Fenster im Tab Start.

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Dieser Modus deaktiviert den HTTP-Cache für Ihren gesamten Shop, damit Ihre vorgenommen Änderungen sofort sichtbar sind. Bedenken Sie dabei: Das Deaktivieren des Caches verlangsamt den Aufruf Ihrer Shopseiten deutlich und sollte daher nur in Testumgebungen oder bei der initialen Einrichtung aktiviert werden. Versetzen Sie Ihren Shop anschließend wieder in den Produktivmodus, damit der Cache den Seitenaufruf beschleunigt. Es empfiehlt sich anschließend, die Cache Warmer-Funktion des HTTP-Caches zu nutzen, siehe oben.

Erweiterte Einstellungen und Konfigurationsmöglichkeiten

Die vorgestellten Einstellungen und Problemlösungen betreffen nur den Shopware-eigenen Cache und sind daher einfach über Ihr Shopware Backend erreichbar. Jedoch wird Ihr Shopware Shop, wie bereits im ersten Teil dieser Blogreihe vorgestellt, noch durch den PHP-OPcache und gegebenfalls weitere beschleunigt. Deren Einstellungen sowie umfassendere Möglichkeiten mit leistungsstärkeren Cache-Konfigurationen für sehr große Shops sind jedoch nur mit spezifischen Kenntnissen und vollem Serverzugriff bzw. über Ihren Hoster möglich. Daher bieten wir für versierte und technisch interessierte Leser einen eigens für Sie bereitgestellten technischen Guide an.

Auch wenn Caches häufiger mal Probleme bereiten, sollten Sie mit den hier vorgestellten Tipps hoffentlich schnell behoben sein. Umfangreichere Erläuterungen der Einstellungsmöglichkeiten im Shopware Backend finden Sie in der offiziellen Shopware Dokumentation.


Shopware Tipps & Tricks – Vor- und Nachteile des Cachings

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Wie bereits im ersten Teil unserer Caching-Blogreihe erklärt, können Caches die Verwendung bereits berechneter Daten stark beschleunigen. Dazu arbeiten in Ihrem Shopware Shop verschiedene Caches auf mehreren Ebenen zusammen – ein komplexes und fehleranfälliges Zusammenspiel. Dennoch wird der Einsatz von Caches wichtiger, denn Websites werden immer aufwändiger gestaltet, um Kunden bestmöglich anzusprechen. Die Anforderungen an die Geräte und die Datenverbindung steigen daher stetig. Doch bei richtiger Verwendung können Caches helfen, die gestiegenen Anforderungen zu kompensieren und Ihnen und Ihren Kunden einen echten Mehrwert bieten.

Was bieten Caches?

Wenn Nutzer Ihren Shop aufrufen, können bereits berechnete Websites und deren Elemente direkt aus dem Browser-Cache und Shopware HTTP-Cache geladen werden, eine erneute zeitaufwändige Berechnung mithilfe der Datenbank und PHP-Skripten entfällt. Folgendes Diagramm veranschaulicht dies mit blauen und roten Pfaden:

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Dadurch ergeben sich sowohl für Sie als auch Ihre Kunden viele Vorteile:

  • Steigerung der Shopping Experience: Caches verringern stark die Ladezeit Ihres Shops und schaffen damit ein verbessertes Einkaufserlebnis für Ihre Kunden. Aufgrund der gestiegenen Nutzung mobiler Geräte wird dies umso kritischer, da die Übertragungsgeschwindigkeit im Mobilfunknetz weiterhin eingeschränkt ist. Dabei lohnt sich eine kürzere Ladezeit auch für Sie, denn Studien zeigen: Bereits 100 Millisekunden Verzögerung beim Seitenaufruf verringern die Conversion-Rate in Ihrem Shop um bis zu 7 Prozent.
  • Besseres SEO-Ranking: Ladezeiten von Websites sind ein kritischer Faktor im Suchmaschinen-Ranking. Googles Aussagen und Tests belegen immer wieder, dass schnellere Websites weiter oben gelistet werden. Bei mobilen Aufrufen wird dieser Faktor noch stärker gewichtet. Durch einen effektiven Einsatz von Caches können Sie also kostenlos die Position Ihres Onlineshops im SEO-Ranking verbessern.
  • Reduzierter Datenverbrauch: Der Browser-Cache Ihrer Kunden speichert Inhalte Ihres Shops wie Bilder und Texte zwischen. Bei erneutem Aufruf müssen diese nicht mehr vom Server abgerufen werden. Dadurch spart Ihr Kunde teures Datenvolumen, was besonders mit zunehmendem Anteil des mobilen Shoppings ein Mehrgewinn für Ihre Kunden ist.
  • Geringere Serverauslastung: Die Auslastung Ihres Servers wird durch mehrere Cache-Ebenen reduziert. Der Browser-Cache Ihrer Kunden reduziert die Anzahl an HTTP-Anfragen an Ihren Server, da bereits abgerufene Elemente wiederverwendet werden. Der Shopware HTTP-Cache verringert die Prozessorlast, indem bereits berechnete Seiten Ihres Shops zwischengespeichert und direkt an Ihre Kunden gesendet werden können. Der PHP-OPcache reduziert die Neuberechnung bereits verwendeter Skripte des Servers. Sie profitieren von geringeren Hardwareanforderungen und können die gewonnene Serverkapazität für weitere Kunden nutzen.
  • Weniger Datenbankzugriffe: Häufig ist die Datenbank die kritische Engstelle im Datenverkehr Ihres Shopware Shops. Durch den Shopware HTTP-Cache müssen für bereits berechnete Seiten keine weiteren rechenintensiven Datenbankabfragen durchgeführt werden. Ihr Datenbanksystem wird entlastet und für wichtigere Aufgaben, wie bspw. den Abruf von Kundendaten im Bestellprozess freigehalten.

Probleme und deren Ursache:

Caches bieten viele Vorteile und sind unverzichtbar, können jedoch auch schnell zu Problemen führen. Die Ursache ist eine einfache Mechanik: Für eine maximale Effizienz versuchen Caches, gespeicherte Elemente möglichst lange wiederzuverwenden. Dazu erhält jedes Element eine möglichst hohe Gültigkeitsdauer, eine sogenannte time-to-live (TTL), bei Erreichen wird es gelöscht. Doch wenn sich Elemente vor dem Erreichen der TTL verändern bzw. überflüssig werden, muss eine “Cache-Invalidierung” durchgeführt werden. Dabei wird z.B. ein verändertes Produktbild im Browser-Cache des Kunden ausgetauscht oder ein altes Template im Shopware HTTP-Cache gelöscht.

“There are only two hard things in Computer Science:
cache invalidation and naming things.” — Phil Karlton

Dieses Zusammenspiel aus möglichst langer Nutzung und Cache-Invalidierung von Elementen ist ein aufwändiger und fehleranfälliger Prozess. Im Praxisalltag entstehen immer wieder Schwierigkeiten:

  • Fehlerhafte Aktualisierungen: Wenn Elemente Ihres Shops wie z.B. Bilder oder Preise aktualisiert werden, kann es zu Fehlern der Cache-Invalidierung im Shopware HTTP-Cache oder Browser-Cache kommen. Dann werden weiterhin alte Elemente aus dem Cache geladen und die daraus erstellte Website nicht aktualisiert.
  • Hohe Komplexität: Die unterschiedlichen Cache-Ebenen müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, falsche Konfigurationen können Ihren Shop stark verlangsamen. Dabei erhöhen die vielfältigen Einstellungen jedes einzelnen Caches die Komplexität und erschweren die Lokalisierung von Fehlern.
  • Erschwerte Wartung: Wenn Sie Veränderungen in Ihrem Shop vornehmen, z.B. Templates bearbeiten oder Einstellungen ändern, werden diese aufgrund der Caches häufig nicht direkt angezeigt. Erst ein gezieltes Leeren bzw. Deaktivieren der abhängigen Caches schafft Abhilfe.
  • Veraltete Konfigurationsdaten: Shopware verwendet Caches nicht nur zum Beschleunigen der Websites, sondern auch zum Speichern von Konfigurationsdaten des Shops und dessen Plugins. Bei Updates können diese veralteten Daten im Cache zu Problemen führen.

Caches sind notwendig, verbessern das Einkaufserlebnis Ihrer Kunden und haben direkten Einfluss auf die Profitabilität Ihres Shops. Doch ihr komplexes Zusammenwirken und falsche Konfigurationen können viele Probleme verursachen. Im dritten Teil unserer Blogreihe zeigen wir Ihnen, wie Sie die häufigsten Probleme in Ihrem Shopware Shop beheben, die einzelnen Caches optimal konfigurieren und typische Fallstricke vermeiden.


Shopware Tipps & Tricks – Was sich hinter dem Mysterium Cache verbirgt

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Sie kennen sicher das Problem: Ihr Shop läuft reibungslos, ein Plugin-Update wird installiert und plötzlich tauchen mysteriöse Probleme in Ihrem Backend auf. Erst ein Leeren des "Caches" schafft Abhilfe. Doch was sind Caches überhaupt? Wieso verursachen sie so häufig Probleme und sind dennoch unverzichtbar? Im Rahmen unserer mehrteiligen Caching-Blogreihe gehen wir dem Mysterium "Cache" auf den Grund und geben Ihnen konkrete Lösungsvorschläge zur Problembehandlung und Optimierung Ihres Shopware Shops.

Was ist ein Cache?

Ein Cache ist im Allgemeinen ein einfacher Puffer-Speicher, in welchen Software-Programme häufig verwendete Daten, wie beispielsweise Bilder, Texte oder bereits berechnete Skripte, zwischenspeichern. Dadurch können die im Cache abgelegten Daten wiederverwendet werden, der erneute Abruf bzw. eine erneute Berechnung dieser Daten wird vermieden und die Ausführung stark beschleunigt.

Hier ein einfaches Beispiel: Wenn ein Kunde Ihren Onlineshop besucht, müssen beim ersten Aufruf einer Seite alle Produktbilder an den Browser übertragen werden. Nun werden die bereits geladenen Bilder im Browser-Cache zwischengespeichert. Bei einem erneuten Seitenaufruf werden die angeforderten Bilder direkt aus dem Cache geladen, wodurch ein erneuter Abruf vom Webserver entfällt und die Ladezeit für Ihren Kunden reduziert wird.

Verschiedene Cache-Ebenen:

Bei einem Website-Aufruf greifen eine Vielzahl verschiedener Softwarekomponenten mit deren jeweils eigenen Cache-Systemen ineinander, um die Anfrage zu verarbeiten und eine Antwort zurückzusenden. Folgendes Diagramm zeigt die Komplexität und damit einhergehende Problematik mit Caches:

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Die wichtigsten Komponenten und Caches kurz und knapp:

  • Browser: Sendet HTTP-Anfragen an den Webserver, anschließend wird die empfangene Website grafisch dargestellt.
  • Browser-Cache: Speichert empfangene Websites und deren Bilder, Styles etc. auf dem Gerät des Nutzers.
  • Webserver: Nimmt HTTP-Anfragen entgegen und leitet diese an den installierten Shopware Shop weiter.
  • Shopware Shop: Erzeugt mithilfe von Skripten und der SQL-Datenbank die angefragte Website und sendet diese über den Webserver an den Browser zurück.
  • Shopware HTTP-Cache: Speichert wiederverwendbare Shopseiten und deren Elemente. Bei erneutem Aufruf, z.B. der Startseite durch einen anderen Nutzer, können diese direkt aus dem Cache gesendet werden und müssen nicht neu erzeugt werden.
  • PHP-OPcache: Shopware basiert auf Skripten der Programmiersprache PHP. Um diese beschleunigt auszuführen, speichert das PHP-Modul des Webservers bereits kompilierte Skripte im "OPcache", um diese bei erneutem Bedarf beschleunigt auszuführen.

Trotz hoher Komplexität und einhergehender Fehleranfälligkeit bieten Caches einen echten Mehrwert. Optimieren Sie das Einkaufserlebnis Ihrer Kunden mit geringeren Ladezeiten und reduziertem Datenverbrauch. Konkrete Vor- und Nachteile sowie ausführliche Tipps zur Einstellung der verschiedenen Caches Ihres Shopware Shops stellen wir Ihnen in den nächsten Teilen dieser Blogreihe vor.


Shopware Tipps & Tricks – Exportieren und Importieren von CSV-Dateien

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Das kostenlose Import/Export Tool von Shopware erfreut sich großer Beliebtheit, wenn es um die Änderung oder Anlage einer großen Anzahl an Daten geht. Auch wir stellen einige Pickware Profile für das Import/Export Tool bereit, beispielsweise für Bestandsänderungen oder die Lieferantenanlage.

Um die Vorteile des Tools optimal zu nutzen, sind einige Dinge zu beachten – insbesondere beim Öffnen, Bearbeiten und Speichern der CSV-Dateien. Wenn Sie Daten aus Shopware als CSV-Datei exportiert haben, bearbeiten Sie diese beispielsweise mit Excel, LibreOffice oder OpenOffice. Wir zeigen Schritt für Schritt, was es zu berücksichtigen gibt, damit die CSV-Datei im Tabellenkalkulationsprogramm richtig angezeigt wird und auch wieder korrekt in Shopware importiert werden kann.

Worauf ist zu achten?

Unabhängig des verwendeten Programms sind folgende Punkte bei der Bearbeitung der CSV-Datei für das Shopware Import/Export Tool zu berücksichtigen:

  • Entsprechendes Profil als CSV-Datei aus Shopware exportieren und als Vorlage nutzen.
  • Datei als CSV-Datei in einem Tabellenkalkulationsprogramm öffnen.
  • Wichtig dabei: die Kodierung muss UTF-8 und das Trennzeichen ein Semikolon sein.
  • Das Dezimaltrennzeichen für Dezimalzahlen in der Datei entspricht dem im Shopware Import/Export konfigurierten.
    dezimalzahlen-1
  • Datei als Semikolon-getrennte CSV-Datei im UTF-8-Format exportieren / speichern.

CSV-Import/Export mit Excel (ab Excel 2010)

Bei Excel gehen Sie dafür folgendermaßen vor:

  1. Führen Sie zunächst einen CSV-Export mit dem entsprechenden Profil in Ihrem Shopware Shop durch.
  2. Öffnen Sie ein neues Dokument in Excel.
  3. Importieren Sie die CSV-Datei in Excel im Daten Tab über die Option Aus Text.
    excel-pfad
  4. Wählen Sie Mit Trennzeichen versehen und als Dateiursprung Unicode (UTF-8) aus
    uft-8-excel_neu
  5. Wählen Sie als Trennzeichen das Semikolon aus.
    semikolon2
  6. Achten Sie beim Bearbeiten der Datei darauf, das gleiche Dezimaltrennzeichen zu verwenden, welches Sie auch im Import/Export Tool konfiguriert haben. In Excel können Sie über die erweiterten Optionen das Trennzeichen für Dezimalzahlen festlegen.
  7. Die exportierte Datei können Sie nun als Vorlage verwenden und entsprechend filtern und bearbeiten.
  8. Speichern Sie die bearbeitete Datei über Speichern unter... als CSV-Datei im UTF-8-Format .
    dateispeichern
  9. Importieren Sie abschließend die CSV-Datei in Ihren Shop.

CSV-Import/Export mit LibreOffice Calc

In LibreOffice Calc gehen Sie analog vor:

  1. Öffnen Sie LibreOffice.
  2. Wählen Sie über Datei öffnen die CSV-Datei aus.
  3. Ähnlich wie in Excel öffnet sich ein Dialog, den Sie wie oben beschrieben einstellen müssen.
  4. Bestätigen Sie die Einstellungen über OK.
    libreoffice
  5. Die exportierte Datei können Sie als Vorlage verwenden und entsprechend filtern und bearbeiten. Achten Sie dabei darauf, dass Sie das gleiche Dezimaltrennzeichen wie in Shopware verwenden.
  6. Speichern Sie die Datei als CSV-Datei im UTF-8-Format. Dafür wählen Sie Speichern unter aus und aktivieren den Haken bei Filtereinstellungen bearbeiten.
    csv_speichern
  7. Danach wählen Sie CSV-Format benutzen aus und im erscheinenden Dialog wählen Sie wieder das UTF-8-Format aus.
    csv_speichern2

In OpenOffice oder anderen Programmen, ist analog vorzugehen.

Ihr Tabellenkalkulationsprogramm unterstützt keine UTF-8-Codierung?

Wenn Ihr Tabellenkalkuationsprogramm keine valide UTF-8-Codierung unterstützt, können Sie die UTF-8-Codierung folgendermaßen sicherstellen: Öffnen Sie die bearbeitete CSV-Datei in einem Text-Editor und speichern Sie diese dort als UTF-8-codierte CSV-Datei. Durch diesen Umweg über den Editor kann die Datei korrekt in der UTF-8-Formatierung gespeichert werden.

Hinweis: Für den Import in Shopware muss die CSV-Datei UTF-8-codiert sein. Um sicherzugehen, prüfen Sie den Import zuvor in einer Testumgebung oder im Staging-System. Bevor der Import in das Live-System vorgenommen wird, erstellen Sie am besten ein Datenbankbackup.

Weitere Infos zum Import/Export Tool finden Sie auch in der Shopware Dokumentation. Hier wird Excel nicht empfohlen, da es mit alten Versionen zu Problemen mit Umlauten und Sonderzeichen kommen kann. Eine Vielzahl unserer Kunden arbeitet jedoch ohne Probleme mit Excel. Daher empfehlen wir vorher zu prüfen, ob Ihre Excel Version eine valide UTF-8-Kodierung unterstützt.

Wir wünschen nun fleißiges Im- und Exportieren.


Shopware Tipps & Tricks – Anpassung pluginspezifischer Dokumentenvorlagen

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Herzlich willkommen zum bereits achten Teil unserer Reihe Shopware Tipps & Tricks!

In der Vergangenheit sind Kunden häufig mit Problemen an uns herangetreten, die mit der Anpassung pluginspezifischer Dokumentenvorlagen in Verbindung standen. Deshalb möchten wir heute den aus unserer Sicht korrekten Umgang bei der Individualisierung solcher Dokumentenvorlagen zusammenfassen und Ihnen die Hintergründe erklären.

Relevantes Hintergrundwissen

Da die pluginspezifischen Dokumentenvorlagen auf der gleichen Logik wie die Shopware Standardtemplates basieren, sollten Sie sich vorher mit dem allgemeinen Shopware Templating auseinandersetzen. Ebenso sollten Sie ein Verständnis über Vererbungsstrukturen von Templates haben.

Problembeschreibung

Sie haben die Dokumentenvorlage eines Plugins an Ihre eigenen Bedürfnisse angepasst, es wird aber dennoch das alte Template verwendet? Woran das liegen kann, möchten wir an einem Beispiel erklären. Dafür werfen wir einen Blick in unser Mahnwesen Plugin und dessen Standarddokument für die Mahnung erster Stufe:

mahnung_before

Wo werden die Dokumentenvorlagen hinterlegt?

Die Dokumentenvorlage ist für das entsprechenden Dokument in der Shopware PDF-Belegerstellung hinterlegt. In unserem Beispiel also unter Einstellungen > Grundeinstellungen > Shopeinstellungen > PDF-Belegerstellung > “Mahnung Stufe 1”.

reminderlvl1

Wird ein entsprechendes Dokument generiert, wird auf die Vorlage zurückgegriffen, welche unter Template hinterlegt ist (im Beispiel: reminderlevelone.tpl). Diese wird nach einem festgelegten Schema, anhand einer Hierarchie von Suchorten gesucht. Die dabei zuerst gefundene Vorlage wird gerendert. Selbstverständlich wird hierbei auch die Vererbungshierarchie des Templates berücksichtigt. Die Suchhierarchie zu verstehen, ist demnach sehr wichtig für das erfolgreiche Anpassen der Dokumentenvorlagen.

Wie ist die Suchhierarchie im Falle von Dokumentenvorlagen aufgebaut?

Abhängig davon, worauf die Variable $injectBeforePlugins in Ihrer theme.php gesetzt ist, gibt es zwei Möglichkeiten wie die Suchhierarchie im Falle von Dokumentenvorlagen aufgebaut ist.

variant-a
variant-b

Ist $injectBeforePlugins auf false gesetzt (Suchhierarchie A), wird zunächst das Dokumenten-Theme nach dem Template durchsucht. Anschließend werden alle Plugins durchsucht und bei erfolgreicher Suche wird das zuerst gefundene Template verwendet.

Ist $injectBeforePlugins auf true gesetzt (Suchhierarchie B), werden zuerst alle Plugins nach dem Dokumententemplate durchsucht. Sobald die Suche erfolgreich war, wird sie abgebrochen und das gefundene Template gerendert.

Die Datei Ihrer eigenen angepassten Vorlage hinterlegen Sie in dem von Ihnen verwendeten shopspezifischen Dokumententemplate, welches Sie unter Einstellungen > Grundeinstellungen > Shops > “Dokumenten-Template” konfiguriert haben. Die Datei der pluginspezifischen Dokumentenvorlage liegt jedoch im Plugin selbst. Somit spielt es eine wichtige Rolle, wo mit der Suche nach dem Template begonnen wird. Das Ganze möchten wir an Hand unseres Beispiels verdeutlichen.

Wie sollte das Dokument angepasst werden?

Um eine bestehende Dokumentenvorlage zu bearbeiten, müssen Sie nicht die gesamte Template-Datei kopieren oder diese überschreiben. Es empfiehlt sich das Template-Vererbungssystem zu nutzen. So müssen Sie nur die Teile bearbeiten, die Sie wirklich ändern möchten.

Beispiel: Anpassung der Dokumentenvorlage der Mahnung Stufe 1
Wir möchten nun, dass die Tabelle unserer Mahnung Stufe 1 unterhalb der Überschrift angezeigt wird. Dafür erstellen wir eine entsprechende eigene Dokumentenvorlage, die von der Dokumentanvorlage des Mahnwesen Plugins erbt und speichern diese unter einem eigenen Namen (reminderlevelone_custom.tpl). In dieser Dokumentenvorlage müssen wir somit lediglich die bereits existierenden Elemente so anpassen, dass unsere Tabelle direkt nach der Überschrift angezeigt wird:

reminderlevelone_c

Nun tragen wir unsere eigene Dokumentenvorlage reminderlevelone_custom.tpl in Einstellungen > Grundeinstellungen > Shopeinstellungen > PDF-Belegerstellung > “Mahnung Stufe 1” in das Template Feld ein. Die Verwendung eines eigenen Namens für die eigene Vorlage ist hier besonders wichtig, um Probleme mit der Suchhierarchie zu vermeiden. Verwendet man nämlich den gleichen Namen für das eigene Template wird bei Suchhierarchie B (Shopware Standard) zuerst die Dokumentenvorlage des Plugins gefunden und gerendert. Die eigene Vorlage wird in diesem Fall gar nicht erst gefunden und somit bei der Erzeugung des Dokuments auch nicht berücksichtigt.

Es ist somit zu empfehlen der eigenen Dokumentenvorlage immer einen neuen Namen zu geben, damit es in keinem Fall zu Problemen mit der Suchhierarchie kommen kann.

In unserem Fall wird nun unabhängig von Suchhierarchie A oder B zunächst nach der Template-Datei reminderlevelone_custom.tpl gesucht und diese wird im Dokumenten-Theme gefunden. Da diese Datei von der ursprünglichen Template-Datei reminderlevelone.tpl erbt, werden die Suchorte in einem zweiten Schritt nach dieser Datei durchsucht. Die Datei wird im Plugin gefunden und das Dokument wie von uns gewünscht erzeugt:

mahnung_after2

Wir hoffen wir konnten Ihnen mit dem heutigen Blogpost weiterhelfen. Viel Spaß beim Ausprobieren und bis zum nächsten Teil unserer Reihe! Hier finden Sie alle bisherigen Teile von Shopware Tipps & Tricks.


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