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Corona Konjunkturpaket – FAQ & Checkliste für Ihren Onlineshop

blog-cover-mwst_senkung-2006084Durch das Corona Konjunkturpaket senkt die Bundesregierung die Mehrwertsteuer (MwSt) vom 01. Juli bis zum 31. Dezember 2020. Dabei verringert sich der Mehrwertsteuersatz temporär von 19% auf 16% und der ermäßigte Satz von 7% auf 5%. Damit Shopbetreiber die Änderungen zum Stichtag korrekt umsetzen können, haben wir eine Checkliste sowie die häufigsten Fragen zur anstehenden Mehrwertsteuersenkung vorbereitet.

Checkliste zur temporären Senkung der MwSt

1. Haben Sie die Preise in Ihrem Shop angepasst?

In diesem Blogpost haben wir Ihnen bereits gezeigt, wie Sie die Anpassung Ihrer Preise auf drei verschiedene Arten durchführen. Die bequemste Möglichkeit, die Änderung der MwSt in Shopware 5 vorzunehmen, erfolgt über das kostenlose Shopware Plugin. Der Plugin-Assistent lässt Ihnen dabei die Freiheit, die Bruttopreise beizubehalten oder die Änderung direkt an Ihre Kunden weiterzugeben. Auch die individuelle Weitergabe an unterschiedliche Kundengruppen ist mit dem Plugin möglich. So können Sie entscheiden, ob sich die Preisänderung beispielsweise nur auf Ihr B2C-Geschäft auswirken soll und Ihre B2B-Kunden davon ausgenommen sein sollen. Den Zeitpunkt der Anpassung können Sie mit dem Plugin bereits im Voraus bestimmen, sodass Sie die Umstellung nicht erst am Stichtag umsetzen müssen.

2. Haben Sie DATEV Export powered by Pickware aktualisiert?

Damit die geänderten Steuersätze in DATEV Export korrekt verarbeitet werden können, ist ein Update des Plugins auf Version 1.29.0 erforderlich. Durch das Update kann das Plugin die neuen Steuersätze von 16% und 5% verarbeiten. An der Kontierungsmatrix müssen Sie keine Änderungen vornehmen, da die Umsätze weiterhin auf das gleiche Konto gebucht werden und dort anhand des Belegdatums mit der entsprechenden MwSt verbucht werden. Dabei erfolgt die Zuweisung der neuen Steuersätze automatisch ab dem 01. Juli.

3. Sind Änderungen für den Verkauf auf Marktplätzen nötig?

Nachdem Sie die notwendigen Anpassungen in Ihrem Shop durchgeführt haben, sollten Sie ebenfalls überprüfen, ob Sie diese Änderungen für Ihre Marktplätze anwenden müssen. Der Händlerbund hat hierzu bereits eine ausführliche Checkliste veröffentlicht und zeigt, worauf bei den Marktplätzen eBay, Amazon und real zu achten ist.

4. Haben Sie Sonderfälle geprüft & Tests durchgeführt?

Bevor die temporäre Umstellung am 01. Juli beginnt, sollten Sie innerhalb einer Testumgebung prüfen, ob Ihre Anpassungen funktionieren und die geänderte Mehrwertsteuer korrekt abbilden. Halten Sie bei branchenspezifischen Unklarheiten gegebenenfalls Rücksprache mit Ihrer Buchhaltung oder Steuerberatung, um individuelle Sonderfälle zu prüfen.


Häufige Fragen rund um die Mehrwertsteuersenkung:

Frage: Wie werden der Verkauf und die Einlösung von Gutscheinen behandelt?

Antwort: Rechtlich existieren zwei Arten von Gutscheinen: Einzweck- und Mehrzweckgutscheine. Wir empfehlen Ihnen, Gutscheine immer als Mehrzweckgutscheine zu verkaufen und einzulösen, da diese von der Umsatzsteuer befreit sind. Wenn Sie vor dem Stichtag Einzweckgutscheine ausgegeben haben, haben Sie diese bereits mit 19% versteuert. Nach dem neuen Entwurf des BMF Schreibens vom 23.06.2020 sind bei Einzweckgutscheinen die Verhältnisse zum Zeitpunkt der Ausgabe des Gutscheins entscheidend. Ändern sich die Verhältnisse im Nachhinein, so wie bei der Senkung des Umsatzsteuersatzes, müssen Sie keine Berichtigung der Umsatzsteuer für die Ausgabe des Gutscheins durchführen. Bei der Einlösung des Einzweckgutscheins ist dieser dennoch mit 16% bzw. -16% im Warenkorb anzuwenden.

Frage: Wie werden Angebote behandelt, die bereits mit 19% erstellt wurden?

Antwort: Unser Plugin Angebote powered by Pickware speichert den Steuersatz der Positionen jeweils im Angebot ab. Bei Angeboten, die vor dem 01. Juli erstellen wurden, müssen Sie daher den Warenkorb verändern und erneut abspeichern, um zu gewährleisten, dass die reduzierten Steuersätze übernommen werden. Wenn Sie die Änderung nicht vornehmen und eingehende Angebote annehmen, stehen die Positionen mit dem regulären Mehrwertsteuersatz von 19% in der Bestellung und Sie führen mehr MwSt ab als nötig. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserer Dokumentation.

Frage: Welche Änderungen ergeben sich für manuelle Positionen am POS?

Antwort: Damit Sie beim Verkauf von manuellen Positionen über Shopware POS powered by Pickware den reduzierten Steuersatz von 16% auswählen können, muss dieser in Shopware angelegt sein. Stellen Sie daher sicher, dass ein solcher Steuersatz bei Ihrer Methode der MwSt- und Preisanpassung angelegt wird. Bitte beachten Sie, dass Sie sich neu in der App einloggen müssen, damit die Steuersätze in der App zur Verfügung stehen.

Frage: Wie gehen Sie mit einer Bestellung um, die am 30. Juni eingeht jedoch erst nach dem 01. Juli ausgeliefert wird?

Antwort: Für die umsatzsteuerrechtliche Betrachtung ist das Leistungsdatum entscheidend. Da das Leistungsdatum dem Versanddatum entspricht, muss eine Bestellung, die erst im Juli versendet wird mit 16% bzw. 5% versteuert werden. Allerdings räumt der Gesetzgeber eine Übergangsfrist bis zum 31. Juli ein, die es erlaubt, Leistungen weiterhin mit 19% zu versteuern. Mit Version 1.30.0 unseres DATEV Export Plugins wird der Steuersatz aller Positionen in Beleginfo 2 exportiert. Diese Funktion ermöglicht es Ihrem Steuerberater, die in der Übergangsfrist mit 19% MwSt geduldeten Rechnungen gesondert zu verbuchen. Alle mit 16% erstellten Rechnungen ab dem 01. Juli werden von DATEV automatisch korrekt verbucht.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit dieser Checkliste sowie unseren FAQ zur Senkung der MwSt weiterhelfen. Bei weiteren Fragen können Sie uns selbstverständlich auch jederzeit per E-Mail oder Telefon kontaktieren.


Corona Konjunkturpaket – So passen Sie die Mehrwertsteuer in Ihrem Shop an

blog-cover-mwst_senkung-2006084 Mit dem Beschluss der Bundesregierung, die Mehrwertsteuer (MwSt) vom 01. Juli bis zum 31. Dezember 2020 zu senken, stehen Shopbetreiber nun vor der Aufgabe, die Anpassungen in ihrem Shop umzusetzen. Ziel des Corona Konjunkturpaket ist es, den Konsum anzukurbeln und Verbrauchern die Kaufentscheidung durch den finanziellen Anreiz zu erleichtern. Durch den Beschluss wird der Mehrwertsteuersatz temporär von 19% auf 16% und der ermäßigte Satz von 7% auf 5% gesenkt. Die technische Umsetzung der Anpassung der Mehrwertsteuer in Ihrem Shopware Shop ist auf verschiedenen Wegen möglich. Wir zeigen Ihnen drei Varianten, um die Anpassung der Mehrwertsteuer direkt an Ihre Kunden weiterzugeben. Wir empfehlen bei allen Varianten vorher ein Backup durchzuführen.

Variante 1: Anpassen bestehender Steuersätze

Zusammenfassung:

  • Einfachste Variante
  • Änderung nur im Backend
  • Endkundenpreise werden automatisch reduziert (= krumme Preise)

Stellen Sie hierfür zunächst im Shopware Backend sicher, dass die Option Eingabe Bruttopreise deaktiviert ist. Zu diesem Punkt gelangen Sie über Einstellungen > Grundeinstellungen > Kundengruppen. Deaktivieren Sie nun die Option Eingabe Bruttopreise. Hierdurch rechnet Shopware nun automatisch alle bereits eingetragenen Preise in Nettopreise um und rechnet dann im Frontend die neuen Steuersätze hinzu. Den neuen Mehrwertsteuersatz hierfür hinterlegen Sie im nächsten Schritt über Einstellungen > Grundeinstellungen > Steuern. Hier ändern Sie die Werte von 19% auf 16% und von 7% auf 5%. Die neuen Preise werden somit im Frontend und auf Rechnungen korrekt ausgewiesen. Zu Beachten gilt es, dass bei dieser Variante nun auch in allen alten bzw. schon abgeschlossenen Bestellungen die Artikel mit dem nun angepassten Steuersätzen ausgewiesen werden. Dies sollte kein Problem darstellen, da relevante Dokumente wie Rechnungen nicht betroffen sind und weiterhin korrekt dargestellt werden. Falls Sie die alten Bestellungen aber zwingend mit den alten Steuersätzen angezeigt bekommen möchten, empfehlen wir die aufwändigere Variante 2.

Variante 2: Anlegen neuer Steuersätze

Zusammenfassung:

  • Manuelle Zuordnung der Steuersätze
  • Änderung nur im Backend
  • Endkundenpreise werden automatisch reduziert (= krumme Preise)

Hier gehen Sie wie bei Variante 1 vor und deaktivieren zunächst die Option Eingabe Bruttopreise über Einstellungen > Grundeinstellungen > Kundengruppen. Im zweiten Schritt legen Sie zwei neue Steuersätze für die geänderten Mehrwertsteuersätze von 16% und 5% an. Gehen Sie hierzu unter Einstellungen > Grundeinstellungen > Steuern auf hinzufügen und tragen Sie die neuen Steuersätze ein. Die geänderten Steuersätze müssen Sie im Anschluss allen Artikeln in Ihrem Shop manuell zuweisen. Das ist zwar aufwändig, hat aber den Vorteil, dass in alten Bestellungen der Steuersatz nicht automatisch angepasst wird, da diese sich dann weiterhin auf den alten Steuersatz beziehen können.

Variante 3: CSV Import / Export

Zusammenfassung:

  • Aufwendigste Variante
  • Änderung per Import/Export & im Backend
  • Endkundenpreise können individuell gestaltet werden

Diese Variante erfordert einen CSV-Export aller Artikel (Profil: default_article_prices). Prüfen Sie anschließend, dass die Option Eingabe Bruttopreise in Ihrem Backend in diesem Fall aktiviert ist. Nun können Sie Ihre gewünschten Bruttopreise, die im Shop angezeigt werden sollen, direkt in Ihrer CSV-Datei anpassen, wobei die Steuersenkung enthalten ist. Im Anschluss laden Sie die CSV-Datei wieder hoch und passen die Mehrwertsteuersätze an. Die Anpassung erfolgt wieder über Einstellungen > Grundeinstellungen > Steuern und kann entweder durch Überschreiben wie in Variante 1 oder durch Hinzufügen wie in Variante 2 umgesetzt werden. Der Vorteil hierbei ist, dass Sie Ihre im Shop angezeigten Preise genau festlegen können und sie nicht durch die Anpassung der Mehrwertsteuer automatisch umgerechnet werden.

Für unser Plugin DATEV Export powered by Pickware arbeiten wir zurzeit an einer passenden technischen Umsetzung. Aktuell befassen sich auch einige Hersteller mit der Entwicklung von Plugins für die Anpassung der Mehrwertsteuer in Ihrem Shopware Shop. Wir werden die aktuellen Entwicklungen rund um dieses Thema und weitere technische Empfehlungen fortlaufend in diesem Blogbeitrag aktualisieren.


Update 16.06.2020: In diesem Blogbeitrag erklärt Shopware die verschiedenen Varianten zur manuellen Umsetzung der MwSt-Senkung in Shopware 5 und 6. Für eine komfortablere Umstellung arbeitet Shopware aktuell an einem Plugin, um zum Stichtag sämtliche Produkte reibungslos und schnell an die neuen Steuersätze anzupassen. Das Plugin wird vor dem 01.07.2020 kostenlos über den Shopware Store erhältlich sein.

Um rechtzeitig über neue Informationen in Kenntnis gesetzt zu werden, empfehlen wir Ihnen, sich für unseren Newsletter anzumelden. Bei weiteren Fragen können Sie uns selbstverständlich auch jederzeit per E-Mail oder Telefon kontaktieren.


Internationales Steuerrecht & Lieferschwellen für Onlinehändler

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Die Expansion des Onlineshops über Ländergrenzen hinweg ist oftmals lukrativ, bei der Umsetzung muss jedoch viel beachtet werden. Wie Sie Ihren Shopware Shop mit passenden Übersetzungen und vielem mehr fit für den internationalen Markt machen, haben wir Ihnen bereits auf unserem Blog gezeigt. Doch selbst wenn Ihr Shop bereits für ausländische Kunden vorbereitet ist, führt die korrekte Berechnung und Abfuhr der Umsatzsteuer häufig zu Unsicherheiten. Daher zeigen wir Ihnen, was es dabei für Lieferungen in die EU und weltweit zu beachten gibt, welche Strategien für Sie finanzielle Vorteile bieten und wie Sie Lieferschwellen mit unserem DATEV Plugin konfigurieren.

B2C-Lieferungen ins EU-Ausland

Wenn die Bestellung eines Kunden ins EU-Ausland verschickt werden soll, muss grundsätzlich zwischen Lieferungen an Privatpersonen und Lieferungen an gewerbliche Kunden unterschieden werden. Im Fall privater Kunden können Onlinehändler die Umsatzsteuer entweder im Ursprungsland oder im Zielland der Zustellung abführen und den entsprechend geltenden Mehrwertsteuersatz auf der Rechnung ausweisen. Dabei besteht die freie Wahl, solange der Jahresumsatz aus den Lieferungen in das Zielland länderspezifische Lieferschwellen nicht übersteigt. Diese sind von den jeweiligen EU-Ländern individuell festgelegte Grenzwerte, welche für 2019 hier eingesehen werden können. So liegt der Grenzwert für Lieferungen nach Österreich aktuell bei 35.000€, während die Umsatzsteuer für Lieferungen nach Frankreich erst ab einem Umsatz von 100.000€ zwingend im Zielland abgeführt werden muss. Dabei ist zu beachten, dass sobald die Umsatzsteuer erstmalig ins Ausland abgeführt wird, man dort automatisch für die nächsten 2 Jahre umsatzsteuerpflichtig ist. Somit müssen alle zukünftigen Bestellungen zwingend zu den Konditionen des Ziellandes versteuert werden. Diese Regelung gilt ebenfalls für Kleinunternehmer, da deren Befreiung von der Umsatzsteuer nur innerhalb Deutschlands gültig ist.

Da sich die Steuersätze von Land zu Land und in Abhängigkeit der Produktkategorie unterscheiden, kann aufgrund der freien Wahl bis zur Überschreitung des Grenzbetrags Geld gespart werden, indem ausländischen Kunden der günstigere der beiden möglichen Steuersätze berechnet und im entsprechenden Land abgeführt wird. Allerdings ist der deutsche Standard-Mehrwertsteuersatz von 19% bereits der zweitniedrigste im EU-Vergleich, weshalb sich hier nur selten Einsparpotenzial ergibt. Große Unterschiede gibt es hingegen beim reduzierten Steuersatz, welcher im EU-Vergleich stark schwankt und zudem je nach Zielland auch für andere als die deutschen ermäßigten Produktgruppen gilt. Daher sollten Sie für solche Produkte individuell prüfen, welche Steuerstrategie lukrativer ist. Jedoch sollte die 2-Jahres-Regelung stets berücksichtigt werden, denn die entstehende Steuerpflicht im Zielland gilt immer für alle Produktkategorien und Steuersätze.

Ausnahmen für EU-Lieferungen

Unabhängig von möglichen Lieferschwellen gibt es zwei Ausnahmeregelungen zu berücksichtigen, bei welchen die Steuern grundsätzlich immer im Zielland abgeführt werden müssen:

  • Abgabepflichtige Produkte: Hierunter fallen etwa Tabak und Alkohol, welche nach §3c Abs.5 S.2 UStG immer zu den Konditionen des Ziellandes besteuert werden müssen.
  • Digitale Produkte & Dienstleistungen: Hierzu zählen etwa Download- oder Streamingangebote, E-Books und Online-Videokurse.

Lieferschwellen mit dem Pickware DATEV Plugin konfigurieren

Für Onlinehändler ist es entscheidend, die Lieferschwellen immer im Blick zu behalten und bei einer Überschreitung rechtzeitig die erforderlichen Steuersätze des Ziellandes allen zukünftigen Bestellungen zuzuordnen. Hierbei hilft Ihnen unser DATEV Export Plugin, mit welchem für jedes Land individuelle Lieferschwellen gesetzt und überwacht werden können. Sobald das Plugin installiert ist, finden Sie unter Einstellungen > Grundeinstellungen > Shopeinstellungen > Länder das Feld Lieferschwelle, in welches Sie den jeweils gültigen Lieferschwellenwert eintragen können. Wenn Sie anschließend den Haken bei Lieferschwellenwarnung setzen, wird Ihnen das Plugin bei Erreichen des in den Plugin-Einstellungen definierten Grenzwertes (Standard: 80%) eine Warnung im Backend anzeigen. Zudem können Sie detaillierte Statistiken für jedes Land unter Marketing > Auswertungen > Auswertungen > Lieferschwellen (DATEV) aufrufen. Sobald eine Umstellung des Steuersatzes notwendig wird, können die Steuerregeln in Shopware landesspezifisch angepasst werden.

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B2B-Lieferungen ins EU-Ausland

Im Fall gewerblicher Kunden muss die Umsatzsteuer nicht vom Verkäufer erhoben und abgeführt werden. Der Kunde ist dann selbst dafür verantwortlich, die für ihn gültige Umsatzsteuer im Zielland abzuführen. Voraussetzung hierfür ist die Angabe der eigenen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UStIDNr.) sowie der des Kunden auf der Rechnung. Dabei sollte die angebene Identifikationsnummer immer auf Gültigkeit überprüft werden, um einen Betrug auszuschließen. Hierfür bietet Shopware ein kostenloses Plugin an, welches die angegebene Nummer mit der EU-Datenbank MIAS abgleicht. Weitere Informationen finden Sie hier. Anschließend können Sie im Shopware Backend unter Einstellungen > Grundeinstellungen > Shopeinstellungen > Länder für jedes Land den Haken Steuerfrei für Unternehmen setzen, damit Shopware bei zukünftigen Bestellungen automatisch die Überprüfung der Identifikationsnummer vornimmt und die Berechnung der Steuer auf der Rechnung unterbindet. Wichtig ist hierbei, dass Sie gegenüber dem Finanzamt sowohl die Überprüfung der Identifikationsnummer als auch die erfolgreiche Zustellung nachweisen müssen.

Lieferungen außerhalb der EU

Für Lieferungen in Nicht-EU-Länder, etwa in die Schweiz, muss auf der Rechnung keine Mehrwertsteuer ausgewiesen und somit auch nicht abgeführt werden. Hierbei ist aber zu beachten, dass auch für diese Lieferungen wieder eine Nachweispflicht gegenüber dem Finanzamt besteht, so dass die erfolgreiche Lieferung zwingend mit Versandpapieren, Einlieferungsscheinen oder ähnlichem dokumentiert werden muss. Zudem muss auf der Rechnung auf die Umsatzsteuerfreiheit hinwiesen werden. Der Empfänger ist bei Erhalt der Lieferung im jeweiligen Zielland selbst dafür verantwortlich, die Ware ordnungsgemäß zu versteuern, sowie gegebenenfalls Zollgebühren zu bezahlen.

Wir hoffen, dieser Beitrag konnte Ihnen etwas Licht in den internationalen Steuerdschungel bringen und hilft Ihnen, Ihren internationalen Shopware Shop erfolgreich umzusetzen.


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