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Shopware 5.6 vs. 6.1 – Eine Bestandsaufnahme

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Am 16.01.2020 wurde die lang erwartete Shopware Version 6.1 veröffentlicht. Damit verlässt Shopware 6 offiziell die Testphase und ist erstmals produktiv einsetzbar. Daher haben wir für Sie Shopware 6.1 genau unter die Lupe genommen und mit der Shopware Version 5.6 verglichen. Wir zeigen Ihnen, auf welche grundlegenden Änderungen Sie sich einstellen müssen, welche neuen Funktionen bereits für den Einsatz von Shopware 6 sprechen und welche Features möglicherweise noch fehlen, damit Shopware 6.1 für Ihren Shop in Frage kommt.

Neue Software-Architektur und neue Administrationsoberfläche

Wie bereits zum Release der Early Access Version berichtet, ist Shopware 6 ein von Grund auf neu entwickeltes Shopsystem mit einer neuen Software-Architektur. Aus Anwendersicht macht sich dies insbesondere durch die neue Administrationsoberfläche bemerkbar, die nicht nur deutlich zeitgemäßer gestaltet ist, sondern auch auf mobilen Endgeräten genutzt werden kann.

Verkaufskanäle statt Subshops

Das bisherige Konzept der Subshops aus der Shopware 5 Welt wurde in Shopware 6 zugunsten der Verkaufskanäle aufgegeben. Statt Subshops können nun mehrere Verkaufskanäle mit jeweils einer eigenen Storefront, Sprache sowie Währung angelegt werden. Auch Portale wie idealo.de, billiger.de oder Google Shopping können in Form von Verkaufskanälen angebunden werden. Zudem ist in der PE Version das Listing von Produkten über Social Media Kanäle wie Facebook, Instagram oder Pinterest möglich. Und wenn das nicht ausreicht, kann auch ein rein API-basierter Verkaufskanal angelegt werden, um nach dem Prinzip Headless-Commerce jeden beliebigen externen Kanal einzubinden. Damit ist Shopware 6.1 viel stärker auf den Verkauf über mehrere Vertriebswege ausgerichtet und bereit für zukünftige Herausforderungen des E-Commerce.

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Einkaufswelten werden zu Erlebniswelten

Das aus Shopware 5 bekannte Konzept der Einkaufswelten, wurde in Shopware 6.1 übernommen, in Erlebniswelten umbenannt und konsequent weiterentwickelt. Die Drag & Drop Bedienung wurde optimiert und die Gestaltung vereinfacht. Zudem passen sich die neuen Layouts besser an mobile Geräte an und bieten mehr Funktionen. So lassen sich mit den Erlebniswelten nun auch Kategorieseiten individuell über die Administration gestalten. Zudem können nun auch Kontakt- und Newsletterformulare sowie Artikelfilter direkt eingebunden werden. PE-Nutzer haben außerdem die Möglichkeit, die aus Shopware 5 bekannten Features wie Quickview und Storytelling zu nutzen (wobei letzteres noch nicht in Version 6.1 enthalten ist).

shopware-6_erlebniswelten

Rabattaktionen, Rule Builder und verbesserte Preisberechnung

Während Rabattaktionen in Shopware 5.6 nur über die Advanced Promotion Suite oder Gutscheincodes möglich waren, ist dieses Feature nun bereits in der Community Edition von 6.1 integriert. Ein Rabatt für Produkte, Produktkategorien oder Versandkosten lässt sich zentral einrichten und wird direkt im Warenkorb abgezogen. Dabei lassen sich auch diverse Bedingungen, etwa eine Limitierung pro Kunde, festgelegte Zeiträume sowie eigene Regeln über den Rule Builder hinterlegen. Der neue Rule Builder ermöglicht das Erstellen sehr flexibler Bedingungen, welche an vielen Stellen im Shop verwendet werden können. So könnte etwa der Ausschluss von Kundengruppen mit bestimmten Währungen sowohl für Rabattaktionen als auch zur Versandkostenberechnung simultan verwendet werden. Überarbeitet wurde auch das Runden von Beträgen, wobei nun zuverlässiger aufgerundet und die dabei zu berücksichtigen Dezimalstellen angepasst werden können.

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Weitere bereits vorhandene Features

Mittlerweile sind auch viele Features in Shopware 6.1 implementiert, welche Sie bereits aus Version 5.6 kennen. Jedoch unterstützen diese möglicherweise noch nicht den vollen Funktionsumfang. Die folgende Liste gibt Ihnen eine erste Übersicht:

  • Produktvarianten
  • Dynamische Produktgruppen (Product Streams)
  • Custom Products (nur PE Version)
  • Artikelbewertungen
  • Cross Selling aus Produktgruppen
  • Newsletter
  • Gutscheine

Zukünftige Features & Plugins in Shopware 6.1

Auch wenn viele Funktionen in Shopware 6.1 bereits vorhanden sind, fehlen noch einige Features, die aus Shopware 5.6 bekannt sind. Eine Übersicht über die noch kommenden Features finden Sie auf der Shopware Roadmap. Insbesondere eine Benutzerverwaltung mit der Möglichkeit bestimmte Benutzerrechte einzuschränken, steht aktuell noch nicht zur Verfügung. Doch auch viele Plugins aus Shopware 5.6 werden Sie aktuell noch in der neusten Shopware Version vermissen. Der Grund ist die neue Architektur, weshalb die meisten Plugins nicht einfach angepasst, sondern komplett neu entwickelt werden müssen. Zwar wächst die Anzahl der für Shopware 6 verfügbarer Plugins täglich, umfangreiche Erweiterungen, wie etwa unsere Warenwirtschaft Shopware ERP, stehen zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht zur Verfügung. Der große Funktionsumfang ist entsprechend mit einer im Vergleich längeren Entwicklungszeit verbunden. Auf unserer Roadmap finden Sie eine grobe Übersicht, wann unsere Plugins für das neue Shopware Ökosystem verfügbar sind.

Fazit

Shopware 6.1 enthält bereits viele Features der bisherigen Versionen und einige spannende Neuerungen. Allerdings ist der über Jahre aufgebaute Funktionsumfang von Shopware 5 noch nicht erreicht. Ob ein Umstieg auf Shopware 6.1 für Sie bereits möglich ist, hängt daher individuell von Ihren Anforderungen ab. Für die meisten Shopware 5 Nutzer dürfte zum jetzigen Zeitpunkt eine Migration auf Shopware 6 allerdings nicht in Frage kommen, da z.B. ein Großteil der Shopware 5 Plugins in Shopware 6 noch nicht zur Verfügung steht. Zudem ist zu beachten, dass in Shopware 5.6 bereits viele Jahre Entwicklung und Fehlerbehebung stecken und Shopware 6 hingegen ein komplett neues System darstellt. Wenn Sie sich zunächst selbst ein Bild von der neuen Benutzeroberfläche und dem aktuellen Funktionsumfang von Shopware 6.1 machen möchten, können Sie sich bei Shopware einen kostenlosen Demoshop anlegen und für sich entscheiden, ob ein Umstieg für Sie bereits in Frage kommt.


Shopware 6 – Ein Blick auf die neue Architektur

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Mit der Einführung von Shopware 6 hat Shopware ein komplett neues Produkt vorgestellt. Neben schlankeren Einstellungsmöglichkeiten und einer neuen Shop- und Administrationsoberfläche wurde auch der technische Unterbau von Grund auf neu entwickelt. Dieser verspricht mehr Leistung, eine höhere Individualisierbarkeit und neue Möglichkeiten für plattform- und geräteübergreifendes Shopping. Wir nehmen die Veröffentlichung der ersten Early Access-Version zum Anlass, einen genaueren Blick auf die technische Basis von Shopware 6 zu werfen.

Neue Architektur

Die Architektur von Shopware 6 besteht aus nur noch 3 Kernkomponenten. Im Zentrum steht der neue Shopware Core, welcher sämtliche Shopfunktionen, Ressourcen und APIs bereitstellt. Direkt auf dem Core setzt die Shopoberfläche auf, während die Administrationsoberfläche über die Admin-API an den Core angebunden ist. Erweiterungen, wie unsere Warenwirtschaft Pickware oder andere Plugins aus dem Shopware Community Store sind direkt an den Core angebunden. Für alle externen Anwendungen, etwa die Integration von E-Mail-Diensten, externen Zahlungsdienstleistern oder Eigenentwicklungen, stehen die neuen REST-APIs zur Verfügung. Die damit geschaffene Struktur ist gegenüber dem Vorgänger Shopware 5 deutlich schlanker und modularer aufgebaut, und bietet somit eine flexible Basis für zukünftige Anforderungen.

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API-First-Ansatz

Eine große Neuerung ist die Priorisierung der APIs. Während Shopware 5 nur ausgewählte Funktionen bereitstellt, sind in Shopware 6 alle Funktionen des Shopsystems konsequent über die APIs zugänglich. Dieser offene Ansatz ermöglicht nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für den Einsatz, und erleichtert zukünftig den kanal- und geräteübergreifenden Verkauf Ihrer Waren. So wird über die APIs etwa der direkte Verkauf auf Social Media-Plattformen wie Facebook oder Instagram einfach ermöglicht.

Verwendung etablierter Frameworks

Shopware 6 setzt auf die konsequente Nutzung von etablierten Frameworks. Der Shopware Core basiert auf dem vielfältig einsetzbaren PHP-Framework Symfony 4 und nutzt dieses, anders als Shopware 5, nun als Fullstack-Lösung für die Shopoberfläche und den Core. Für die Shopoberfläche setzt Shopware 6 auf Bootstrap als CSS-Framework und Twig als Template-Engine. Dies ermöglicht eine deutlich leichtere Erstellung von personalisierten Themes. Die vollständig neu gestaltete Administrationsoberfläche basiert nun auf dem Javascript-Framework Vue.js, womit eine schnellere und flexiblere Einbindung eigener Administrationsmodule möglich ist. Für Entwickler von Erweiterungen senkt der Einsatz dieser Frameworks die Komplexität, erleichtert die Wartung und reduziert die Kosten, da eine geringere Einarbeitungszeit notwendig ist. Daher erwarten wir, dass die Neuausrichtung von Shopware 6 in Zukunft zu einer noch aktiveren Community für die Entwicklung innovativer Lösungen im Shopware Ökosystem führen wird.

Plugin Manager

Auch der Plugin Manager wurde mit Shopware 6 vollständig überarbeitet. Die neue, intuitive Benutzeroberfläche bietet Shopadministratoren eine leichtere Verwaltung installierter Plugins. Das zugrundeliegende Plugin System basiert nun ebenfalls vollständig auf Symfony, und erleichtert Entwicklern die Erstellung eigener Plugins im Shopware Ökosystem.

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Fazit

Mit der neuen technischen Basis von Shopware 6 wurde eine Plattform geschaffen, welche die Möglichkeiten von Shopware 5 bei weitem übertrifft, und mit dem neuen leistungsstarken Core eine flexible Lösung für die zukünftigen Anforderungen des E-Commerce bietet. Auch unsere Warenwirtschaft wird in Zukunft die leistungsstarken Möglichkeiten der neuen Plattform nutzen. Erfahren Sie hier, wann Sie mit unseren ersten Produkten für Shopware 6 rechnen können.


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