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Update für Pickware POS: Unsere Lösung zur KassenSichV

blog-cover-kassensichvAm heutigen Tag endet die beschlossene Übergangsfrist zur Kassensicherungsverordnung (KassenSichV). Die bereits 2019 angekündigte Änderung für POS Nutzer tritt damit nach mehreren verlängerten Übergangsfristen in Kraft. Hauptgrund für die Verzögerung war der noch nicht abgeschlossene Zertifizierungsprozess für Cloud-TSEs. In unserem letzten Blogbeitrag kannst du noch einmal genauer nachlesen, was hinter KassenSichV, TSE, Kassenmeldepflicht und Belegausgabepflicht steckt.

Um zu gewährleisten, dass du als POS Nutzer weiterhin gesetzeskonform kassierst, haben wir die Cloud-TSE unseres Partners fiskaly in das neuste Update der POS App mit Version 6.1.0 integriert. Im Zuge des Updates werden deine Kassen mit einer TSE von fiskaly verbunden. Hierfür ist ein Pickware Account notwendig, den du direkt in der App erstellst. In diesem Zuge erhältst du ebenfalls Zugangsdaten zum fiskaly Dashboard, in dem du alle deine Kassentransaktionen und -signaturen einsehen kannst. Durch die TSE erhält jeder deiner Kassiervorgänge eine fortlaufende Signatur, die auf deinem Kassenbeleg vermerkt wird. Dies ist ein wichtiger Nachweis dafür, dass deine Kasse mit einer TSE ausgestattet ist und die KassenSichV erfüllt. Gehe wie folgt vor, um die TSE einzurichten:

1. POS App und Plugin aktualisieren

Um die POS App mit einer TSE auszustatten, musst du sowohl das Pickware POS Plugin als auch die App aktualisieren. Das Update beinhaltet die Registrierung deines Pickware Accounts, die Eingabe deiner Daten zur Einhaltung der Kassenmeldepflicht sowie die Umsetzung der fortlaufenden Signatur aller Kassenbelege durch die TSE. Die Einrichtung benötigt in der Regel nur wenige Minuten, dennoch solltest du für die Registrierung deiner Kasse vor dem ersten Kassiervorgang etwas Zeit einrechnen. Eine Anleitung zur Einrichtung der App inkl. der Schritte, die zur Inbetriebnahme der TSE notwendig sind, findest du in unserem Helpcenter. Solltest du darüber hinaus weitere Fragen zur Aktualisierung und Einrichtung der POS App haben, kannst du dich auch an unseren Support wenden.

2. Fristverlängerung nach §148 AO beantragen

Nachdem du die POS App aktualisiert und die Einrichtung der TSE abgeschlossen hast, ist deine Kasse mit der Cloud-TSE von fiskaly verbunden. Der Gesetzgeber hat während des laufenden Zertifizierungsverfahrens allerdings die Anforderungen an eine Cloud-TSE kurzfristig um ein sogenanntes „Umgebungsschutzkonzept“ erweitert, welches noch von keinem Anbieter umgesetzt und zertifiziert werden konnte. Das hatte zur Folge, dass keines der am Markt erhältlichen Cloud-TSE ein vollständiges Zertifikat erhalten hat. Der Gesetzgeber sieht daher vor, dass bei der Nutzung einer teilzertifizierten Cloud-TSE, wie die von fiskaly, eine Fristverlängerung nach §148 AO beim Finanzamt eingereicht werden muss.

Für diesen Antrag hat uns fiskaly eine Vorlage bereitgestellt. Du musst nur noch deine Adresse, deine Steuernummer sowie die Adresse deines Finanzamts eintragen und das Dokument samt Anhang an dein Finanzamt schicken. Die Vorlage findest du hier zum Download. Bitte beachte, dass zur Gewährung der Frist die o.g. Schritte zur Einrichtung der TSE bereits durchgeführt sein müssen. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass erst seit dem 25.03.21 feststeht, dass ein solcher Antrag notwendig ist. Ursprünglich hat der Gesetzgeber vorgesehen, eine Sonderregelung für den Einsatz von teilzertifizierten Cloud-TSEs zu veröffentlichen, die einen Antrag über §148 AO überflüssig macht. Eine derartige Sonderregelung wurde aus uns nicht bekannten Gründen jedoch nicht verabschiedet.

3. Wie gewohnt kassieren

Nachdem du das Update installiert und eingerichtet sowie den Antrag zur Fristverlängerung bei deinem Finanzamt eingereicht hast, hast du alle Schritte zur Einhaltung der KassenSichV erfolgreich durchgeführt. Nun kannst du KassenSichV-konform kassieren und deine Kassenbons werden mit einer TSE-Signatur versehen. Solltest du weitere Fragen zum Update bzw. der TSE-Integration haben, kannst du dich jederzeit auch an unseren Support wenden.


Tipps für die Auswahl eines Kassensystems

blog-cover-kassensysteme_weiss_201003Du steckst mitten in der Planung deines Ladengeschäfts oder überlegst, dein Kassensystem aufgrund der anstehenden Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) auszutauschen? Ein Kassensystem besteht grundsätzlich aus Software und Hardware. Das bedeutet, neben den funktionalen Anforderungen an die Kassensoftware spielt auch die passende Hardware eine Rolle, um das optimale Funktionieren des Herzstücks deines Ladengeschäfts zu gewährleisten. Die Anforderungen an Kassensysteme unterliegen zusätzlich starken branchenspezifischen Unterschieden. So unterscheiden sich beispielsweise Kassensysteme für die Gastronomie oder Friseurbetriebe in ihren Funktionsanforderungen von denen für den Einzelhandel. Wir widmen uns speziell dem Einzelhandel und geben dir einen grundlegenden Überblick über verschiedene Kassenarten, die benötigte Hardware sowie die Anforderungen und Funktionen, die du für einen reibungslosen Ablauf in deinem Ladengeschäft benötigst.

Welche Kassenarten gibt es?

Zu Beginn ergibt es Sinn, sich kurz mit den verschieden Kassenarten und ihren Besonderheiten auseinanderzusetzen. Zunächst gibt es die elektronische Registrierkasse. Diese verfügt in der Regel, neben der lokalen Aufzeichnung von Zahlungsvorgängen und Kassenbewegungen, über keine weiteren Funktionen und dient hauptsächlich der Datenerfassung. Hardware und Software sind untrennbar in einer Kasse verbaut.
Moderne Kassensysteme hingegen verfügen über einen weitaus größeren Funktionsumfang. Zudem bestehen sie aus einer Software und unterschiedlichen zusätzlichen Hardware Modulen. Hier gibt es verschiedene Varianten vom Touchscreen Kassensystem über das PC Kassensystem bis hin zum flexiblen Tablet Kassensystem. Aufgrund seiner intuitiven Benutzeroberfläche und hohen Funktionalität kommt das iPad Kassensystem häufig im Einzelhandel zum Einsatz und zählt zu den beliebtesten Optionen unter den Tablet Kassensystemen. Wir fokussieren uns daher im Folgenden auf die Bestandteile und Funktionen von iPad Kassensystemen.

Das iPad Kassensystem:
Der Einsatz eines iPad Kassensystems hat zahlreiche Vorteile. Mit der Installation einer App lässt sich das iPad einfach in ein Kassensystem verwandeln und überzeugt nicht nur durch ein äußerst verlässliches Betriebssystem, sondern auch durch wichtige Sicherheitsaspekte und die Kompatibilität von Hard- und Software. Durch die überschaubare Produktpalette von Apple Geräten im Vergleich zu den zahlreichen Tablet Varianten anderer Hersteller, sind iPad Systeme besonders updatesicher und funktionieren äußerst verlässlich. Neben der guten technischen Basis und dem modernen Design überzeugen iPad Kassensysteme auch durch die einfache Installation und die schnelle Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Auch bei den Kunden kommen die iPad Kassensysteme gut an, denn sie verleihen deinem Point of Sale automatisch einen modernen und zukunftsorientierten Flair.

Welche Hardware benötigst du für dein iPad Kassensystem?

Um das perfekte Ineinandergreifen der einzelnen Hardware Module deines Kassensystems zu gewährleisten, bieten viele Anbieter aufeinander abgestimmte Sets an. Auch in unserem Pickware Hardware Shop findest du bereits zusammengestellte Sets, die den reibungslosen Kassenbetrieb mit Pickware POS ermöglichen.

iPad: Das iPad dient als Display, Eingabefeld und technische Basis für deine gewählte Kassen App. Auch iPhones oder iPods können genutzt werden, wobei die geringere Displayfläche oft Nachteile mit sich bringt.

Bondrucker: Da viele Kunden weiterhin auf ausgedruckte Bons bestehen, ist ein zuverlässiger Bondrucker, den du entweder über Kabel, WLAN oder Bluetooth mit deiner Kassen App verbinden kannst, unerlässlich.

Scanner: Kabellose Handscanner oder Standscanner ermöglichen es dir, schnell und unkompliziert Artikeldaten zu scannen anstatt sie manuell einzutippen. Die Daten werden dabei zuverlässig per Bluetooth oder USB auf deine Kassen App und deinen Bondrucker übertragen.

Kassenschublade: Die Kassenschublade sollte robust sein, da sie mitunter am stärksten beansprucht wird. Beachte, dass die Größe der Münz- und Scheinfächer deiner Kassenschublade zu dem täglichen Aufkommen deines Ladengeschäfts passen muss und die Kassenschublade mit deiner sonstigen Kassenhardware kompatibel ist.

Kundendisplay: Das Kundendisplay gibt deinen Kunden einen Überblick über ihren Einkauf und sorgt für mehr Transparenz.

Kartenlesegerät: Insbesondere seit Corona ist die Nachfrage nach Kartenzahlung enorm gestiegen. Mit einem Kartenlesegerät von Anbietern wie Zettle by Paypal bietest du deinen Kunden die Möglichkeit, kontaktlos und sicher per EC-Karte, Kreditkarte oder Apps wie Google Pay und Apple Pay zu bezahlen.

(Cloud)-TSE: Im Rahmen der KassenSichV gilt ab dem 31.03.2021 die Pflicht, alle Kassensysteme mit einer Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) auszurüsten. Die Signaturen aller Transaktionen werden dabei entweder auf einem lokalen Speicher oder wie bei iPad Kassensystemen auf praktischem Wege über eine cloudbasierte Lösung gespeichert.

Welche Anforderungen und Funktionen sollte ein Kassensystem abdecken?

Die Software – in diesem Fall die Kassen App – ist das Kernstück des Kassensystems. Über die App kommuniziert die gesamte Hardware miteinander. Zeitgleich verknüpft sie das Ladengeschäft mit dem Backoffice. Eine Kassen App sollte nicht nur durch diverse verkaufsunterstützende Features und Vernetzungsmöglichkeiten bestechen, sondern auch eine Reihe an gesetzlichen Vorschriften erfüllen. Die passende Kassen App ist außerdem ein kritischer Erfolgsfaktor für ein erfolgreiches Omnichannel-Konzept. Denn nur mit einem Kassensystem, das sich optimal in deinen Onlineshop und deine Warenwirtschaft integriert, verfügst du über die Basis, um von Services wie Click & Collect, kanalübergreifender Kundenkommunikation oder der Zusammenlegung verschiedener Warenlager zu profitieren. Einen Überblick über das Thema Omnichannel bekommst du hier.

Auf diese Anforderungen solltest du dein neues Kassensystem prüfen:

  • Anbindung an Warenwirtschaft
  • E-Commerce Integration
  • Kurze Einrichtungszeit & hohe Usability
  • Kompatibilität von Software & Hardware
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Qualität & Verfügbarkeit Support
  • Skalierbarkeit
  • DATEV Schnittstelle / Integration der Buchhaltung
  • Erfüllung rechtlicher Anforderungen (GoBD, KassenSichV)

Diese Funktionen vereinfachen zudem deine Prozesse:

  • Kartenzahlung & kontaktlose Zahlung
  • Frei festlegbare Mehrwertsteuersätze
  • Rabatt- & Stornofunktion
  • Freie Eingabe von Preisen
  • Artikelsuche
  • Rechnungskopien, Kassen- und Zwischensumme
  • Gutscheine & Gutschriftenverwaltung
  • Bestandsverfolgung & Einkaufsmanagement
  • Vertriebsberichte & -analysen

Natürlich ist das nur eine erste Anregung dafür, an welchen Anforderungen und Funktionen du dich bei der Wahl des Kassensystems orientieren kannst. Diese können je nach individuellen Bedürfnissen abgeändert und erweitert werden oder aber auch knapper ausfallen. Wir hoffen, wir konnten dir erste Anhaltspunkte für die Wahl deines neuen Kassensystems bieten.

Webinar zur KassenSichV und der neuen Pickware POS App

In unserem Shopware Webinar haben wir alles Wichtige rund um die KassenSichV, (Cloud-)TSE und Fiskalisierung zusammengefasst. Zudem erhältst du einen Einblick in unsere neue POS App, die noch diesen November released wird.



KassenSichV – Alles auf einen Blick

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Durch manipulierte Kassensysteme gehen dem Fiskus jährlich Milliardenbeträge aus dem Einzelhandel verloren. Als Konsequenz reagiert dieser mit der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV), damit zukünftig alle Transaktionen eines Kassensystems verpflichtend erfasst und die Daten manipulationssicher aufbewahrt werden. Die Umsetzung sollte ursprünglich bereits zum 01.01.2020 erfolgen. Da für viele Kassensysteme aber immer noch keine zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtungen (TSE) vorliegen, können Händler die Verordnung aktuell nicht vollständig umsetzen, weshalb für einzelne Punkte der Verordnung zunächst eine Übergangsfrist bis zum 30.09.2020 beschlossen wurde. Diese musste von den einzelnen Bundesländern nochmals bis zum 31.03.2021 verlängert werden, wobei je nach Art des Kassensystems unterschiedliche Maßnahmen erforderlich sind. Um bei all den Neuerungen und Verschiebungen nicht den Überblick zu verlieren, bietet dir dieser Blogbeitrag eine Anlaufstelle mit fortlaufend aktualisierten Infos, Fristen und Tipps zur Umstellung unseres Kassensystems Pickware POS.

Das 1x1 der KassenSichV

Die KassenSichV baut auf den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie dem Datenzugriff (GoBD) auf. Da die GoBD jedoch nur eine Verwaltungsvorschrift ist, besteht keine Rechtssicherheit und damit kein klarer Standard. Diese Lücke soll durch die KassenSichV geschlossen werden, da diese genau vorschreibt, wie Umsatzdaten manipulationssicher gespeichert und dem Finanzamt übermittelt werden. Für Händler sind hierbei insbesondere drei Aspekte der KassenSichV relevant:

Technische Sicherheitseinrichtung (TSE)

Ein wesentlicher Bestandteil der KassenSichV ist die sogenannte Technische Sicherheitseinrichtung (TSE), mit welcher alle Registrierkassen in Deutschland zukünftig ausgestattet sein müssen. Diese versieht jede Transaktion der Kasse mit einer Signatur, welche ähnlich dem Blockchain-Prinzip immer auf der Signatur der vorherigen Transaktion basiert. Alle Signaturen werden gemeinsam in einem verschlüsselten Journal auf einem Speichermedium gesichert, wobei sowohl lokale Speicher (etwa USB-Sticks oder spezielle Bondrucker) als auch cloudbasierte Lösungen verwendet werden können. Zudem muss die TSE über eine einheitliche digitale Schnittstelle verfügen, über welche die Daten des Journals im standardisierten Format (gemäß DSFinV-K) an das Finanzamt übermittelt werden können.

Um sicherzustellen, dass die eingesetzte TSE alle Anforderungen erfüllt, muss diese vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert werden. Da den Herstellern aber lange keine genauen Vorgaben zur Zertifizierung der TSE vorlagen, haben die meisten Bundesländer den verpflichtenden Einsatz mittlerweile auf den 31.03.2021 verschoben, um den Kassenherstellern ausreichend Vorlaufzeit für die Implementierung der TSE-Lösungen zu geben. Für GoBD-konforme Kassen, die zwischen dem 25.11.2010 und vor dem 01.01.2020 angeschafft wurden, aber bauartbedingt nicht auf eine TSE umrüstbar sind, gilt zudem eine gesonderte Übergangsfrist bis zum 31.12.2022.

Kassenmeldepflicht

Sobald die eingesetzten Registrierkassen über eine TSE verfügen, müssen Händler diese beim zuständigen Finanzamt anmelden. Für die Meldung der Kassen wird es einen amtlichen Vordruck geben und planmäßig soll die Meldung über ein elektronisches Formular erfolgen, welches aktuell noch nicht verfügbar ist. Folgende Informationen werden gemäß der Kassenmeldepflicht dem Finanzamt zu nennen sein:

  • Name und Steuernummer des Kassenbetreibers/Steuerpflichtigen
  • Art des verwendeten elektronischen Aufzeichnungssystems & der zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung
  • Anzahl, Seriennummern und Orte der eingesetzten elektronischen Aufzeichnungssysteme
  • Datum der Anschaffung oder Außerbetriebnahme der Kasse

Da z. B. die Art der eingesetzten TSE sowie deren Seriennummer zur Meldung der Kasse notwendig sind, diese Informationen aber erst mit der Implementierung der TSE vorliegen, wird auch die Meldepflicht zunächst ausgesetzt.

Belegausgabepflicht

Ab dem 01.01.2020 müssen Händler ihren Kunden bei jedem Verkauf einen Kassenbeleg ausstellen. Dieser muss entweder ausgedruckt oder in elektronischer Form übermittelt werden, wobei der Kunde aber nicht verpflichtet ist, den Beleg auch tatsächlich anzunehmen.

Zusätzlich zu den bisherigen Angaben muss der Beleg auch die Seriennummer der Kasse oder TSE, die Signatur der Transaktion sowie einen Prüfcode enthalten, sobald die Kasse mit einer TSE ausgestattet wird.

Wichtige Fristen zur KassenSichV

Die folgende Übersicht enthält alle Fristen, die du als Händler im Blick behalten solltest:

  • 01. Januar 2020: Belegausgabepflicht tritt in Kraft.
  • bis 31. März 2021: Zeitraum für den die Nichbeanstandungsregelung gilt. Je nach Bundesland ist ein Nachweis des Kassenherstellers über die geplante TSE-Umsetzung erforderlich.
  • 31. März 2021: Kasse muss in allen Bundesländern mit TSE ausgerüstet sein & Kassenmeldepflicht tritt in Kraft.
  • 31. Dezember 2022: Gesonderte Übergangsfrist für Kassen ohne Umrüstungsmöglichkeit endet.

Was du als Pickware-Kunde beachten musst

Wenn du unser iPad-Kassensystem Shopware POS einsetzt, brauchst du dir um die rechtzeitige Implementierung der TSE keine Sorgen zu machen. Wir arbeiten bereits seit längerem mit unserem Partner fiskaly an der Integration einer Cloud-Lösung, welche sich beim BSI im Zertifizierungsprozess befindet. Wann die Implementierung in Pickware POS abgeschlossen sein wird, ist noch nicht genau abzusehen, weshalb wir auch noch keinen konkreten Zeitpunkt nennen können. In jedem Fall wird die TSE aber rechtzeitig vor dem 31. März 2021 per Softwareupdate für dich bereitstehen.

Bis zur Implementierung der TSE empfehlen wir dir schon einmal folgende Punkte zu prüfen, um die Anforderungen des Gesetzgebers zu erfüllen und eine reibungslose Umstellung zu gewährleisten:

  • Lade dir unsere Bescheinigung über den geplanten Einsatz einer cloudbasierten TSE herunter. In den meisten Bundesländern musst du diesen nur auf Anfrage durch den Gesetzgeber vorzeigen können. Solltest du aber in Bremen ansässig sein, musst du selbstständig einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Alle Informationen zu den unterschiedlichen Anforderungen der Bundesländer findest du hier.
  • Achte darauf, dass dein eingesetztes iPad mindestens iOS 12 unterstützt. Dafür solltest du mindestens ein iPad der 5. Generation, ein iPad mini 2, iPad Air oder iPad Pro einsetzen.
  • Um rechtzeitig über neue Informationen in Kenntnis gesetzt zu werden, empfehlen wir dir, dich für unseren Newsletter anzumelden oder unserer Facebook-Gruppe beizutreten.

Bei weiteren Fragen kannst du uns selbstverständlich auch jederzeit per E-Mail oder Telefon kontaktieren.

Dieser Blogbeitrag wurde zuletzt am 23.09.2020 aktualisiert


Übergangsfrist zur KassenSichV bis zum 30.09.2020 beschlossen

Neue Übergangsfrist zur KassenSichV

blog-cover_kassenverordnung_191108_blog-cover-kassenverordnung_628x628 Wie bereits auf unserem Blog berichtet, tritt zum 01.01.20 die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) in Kraft. Die Verordnung regelt, wie das vom Bundesfinanzministerium verabschiedete Ge­setz zum Schutz vor Ma­ni­pu­la­tio­nen an di­gi­ta­len Grund­auf­zeich­nun­gen umgesetzt wird. Nun hat das Bundesfinanzministerium in seinem Schreiben vom 06.11.19 eine neue Übergangsfrist bzw. eine sog. "Nichtbeanstandungsregelung" bis zum 30.09.20 beschlossen. Demnach werden Kassen ohne zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung bis zu diesem Datum nicht beanstandet. Dies gilt auch für die digitale Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme (DSFinV-K).

Noch keine zertifizierte Sicherheitseinrichtung am Markt erhältlich

Ein wesentlicher Grund zur Einführung der neuen Übergangsfrist war, dass Stand heute immer noch keine vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierte Sicherheitseinrichtung am Markt erhältlich ist und somit für Hersteller von Kassensystemen nicht ausreichend Zeit bleibt, die gesetzlichen Anforderung zu erfüllen. Der Beschluss eine neue Frist zu setzen, wurde tatsächlich bereits am 26.09.19 auf der Bund-Länder-Referatsleitersitzung getroffen, doch erst mit der Veröffentlichung des o.g. Schreibens vom 06.11.19 durch das Bundesfinanzministerium offiziell verabschiedet. Mit der neuen Frist bleibt dem BSI nun ausreichend Zeit, den bereits laufenden Zertifizierungsprozess einiger Anbieter von technischen Sicherheitseinrichtungen abzuschließen, sodass Hersteller von Kassensystemen die Möglichkeit haben den für sie passenden Anbieter auszuwählen.

Was muss ich als Ladenbesitzer tun?

Nutzer unseres iPad Kassensystems Shopware POS müssen sich wegen der Umstellung keine Sorgen machen. Da wir bereits seit einigen Jahren auf dem österreichischen Markt Erfahrung mit den Anforderungen der Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) gesammelt haben, sind wir mit der Thematik bereits bestens vertraut. Wir stehen außerdem im engen Austausch mit verschiedenen Anbietern von Sicherheitseinrichtungen, sodass wir die neuen gesetzlichen Anforderungen rechtzeitig erfüllen werden.

Über das Releasedatum des Sicherheitsupdates werden wir unsere Kunden rechtzeitig informieren. Um das Update nicht zu verpassen, empfehlen wir die Anmeldung zu unserem Newsletter. Weitere Informationen zur KassenSichV von Seiten des Bundesfinanzministeriums zum Stand vom 17.06.2019 finden Sie hier.


KassenSichV kompakt zusammengefasst

Was ist die Kassensicherungsverordnung?

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Ab dem 01.01.2020 tritt in Deutschland die sogenannte Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) in Kraft. Die Verordnung regelt, wie das vom Bundesfinanzministerium verabschiedete Ge­setz zum Schutz vor Ma­ni­pu­la­tio­nen an di­gi­ta­len Grund­auf­zeich­nun­gen umgesetzt wird.

Mit der Verordnung versucht die Regierung unter anderem gegen die potentielle Manipulation von Registrierkassen vorzugehen. Da ein Großteil der Kassenhersteller die eigenen Systeme bisher nicht ausreichend gegen die Löschung von Buchungen absichert, wurden in den letzten Jahren mehrere Initiativen zum Schutz vor Manipulation vorangetrieben.

Wie funktioniert die KassenSichV?

Mit dem Inkrafttreten der KassenSichV muss jede Registrierkasse in Deutschland mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) versehen sein. Diese besteht aus drei Komponenten: einem Sicherheitsmodul, einem Speichermedium und einer digitalen Schnittstelle.

  • Das Sicherheitsmodul gewährleistet, dass Kasseneingaben mit Beginn des Aufzeichnungsvorgangs protokolliert und später nicht mehr unerkannt verändert werden können.
  • Das Speichermedium speichert die Einzelaufzeichnungen für die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist.
  • Die digitale Schnittstelle gewährleistet eine reibungslose Datenübertragung, z. B. für Prüfungszwecke.

Mithilfe dieser Sicherheitseinrichtung werden alle über die Kasse erfolgten Transaktionen auf einem integrierten Speicher gesichert. Die Datenübermittlung an das Finanzamt erfolgt über die digitale Schnittstelle. Werden Transaktionen widerrechtlich aus dem Protokoll gelöscht, ist dies mit einer Prüfsoftware für das Finanzamt nachvollziehbar. Um sich nicht strafbar zu machen, ist die lückenlose Aufnahme aller Buchungen unbedingt einzuhalten.

Zusätzlich tritt zum 01.01.2020 die Belegausgabepflicht in Kraft. Durch die TSE wird für jeden Buchungsvorgang ein Code erstellt, der auf den Verkaufsbeleg zu drucken ist. Der Code enthält Teile des vorherigen Buchungsvorgangs sowie des aktuellen Buchungsvorgangs, um eine lückenlose Auflistung der Transaktionen zu gewährleisten. Die Belege müssen auf jeden Fall erstellt und dem Kunden zur Verfügung gestellt werden, ob dies digital oder analog geschieht spielt dabei keine Rolle. Zur Mitnahme ist der Kunde allerdings nicht verpflichtet.

Was muss ich als Ladenbesitzer tun?

Nutzer unseres iPad Kassensystems Shopware POS müssen sich wegen der Umstellung keine Sorgen machen. Da wir bereits seit einigen Jahren auf dem österreichischen Markt Erfahrung mit den Anforderungen der Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) gesammelt haben, sind wir mit der Thematik bereits bestens vertraut.

Die genauen Details der TSE bestimmt aktuell das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Mit der technischen Umsetzung befassen sich bereits einige der gängigen Anbieter, sodass wir zeitnah beginnen passende Systeme für unsere iPad Kassen zu testen. Die derzeit bekannten Vorgaben des BSI sowie frühere Erfahrungen mit ähnlichen Verordnungen lassen jedoch darauf schließen, dass es auch für die KassenSichV eine Übergangsfrist geben wird.

Über das Releasedatum des Sicherheitsupdates werden wir unsere Kunden rechtzeitig informieren. Um das Update nicht zu verpassen, empfehlen wir die Anmeldung zu unserem Newsletter. Weitere Informationen zur KassenSichV von Seiten des Bundesfinanzministeriums zum Stand vom 17.06.2019 finden Sie hier.


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